300 € bis 1.800 € je nach Anzahl der Kanäle. Mit OP-Mikroskop und spezialisierter Endodontie auch deutlich mehr. Was die Krankenkasse zahlt, was die Zahnzusatzversicherung übernimmt.
Eine Wurzelbehandlung kostet in Österreich 300 € bis 1.800 € je nach Anzahl der Kanäle. Einkanalige Frontzähne 300 bis 700 €, vier-kanalige Backenzähne 1.200 bis 1.800 €. Mit OP-Mikroskop bei spezialisierten Endodontie-Praxen können einzelne Behandlungen 1.700 bis 2.800 € erreichen. Die Krankenkasse trägt nur einen Teil-Tarif, der Restbetrag von oft 200 bis 1.300 € ist Privatleistung. Die Allianz Zahnzusatzversicherung übernimmt diesen Restbetrag zu 100 % bis zum jährlichen Zahnerhalt-Limit.
Der wichtigste Kostenfaktor ist die Anzahl der Wurzelkanäle. Frontzähne haben in der Regel einen Kanal, Backenzähne können bis zu vier haben.
| Zahn-Typ | Kanäle | Standard-Praxis | Spezial-Endodontie |
|---|---|---|---|
| Frontzahn | 1 Kanal | 300–700 € | 800–1.300 € |
| Eckzahn | 1 Kanal | 350–800 € | 900–1.500 € |
| Prämolar | 1–2 Kanäle | 500–1.000 € | 1.200–2.000 € |
| Molar (Backenzahn) | 3 Kanäle | 700–1.500 € | 1.500–2.500 € |
| Weisheits-/Großer Molar | 4 Kanäle | 1.200–1.800 € | 1.800–2.800 € |
Ein wurzelbehandelter Zahn braucht in 80 % der Fälle eine Krone als Schutz. Sonst bricht er irgendwann unter normaler Kaubelastung. Rechnen Sie daher mit Wurzelbehandlung plus Krone als Gesamtpaket: 1.200 bis 3.300 € in einer Standardpraxis.
Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt einen Teil-Tarif, sofern der Zahn als erhaltungswürdig eingestuft wird und die Behandlung medizinisch sinnvoll ist.
Auch bei Kassen-Übernahme bleiben fast immer Restkosten:
| Behandlung | Praxis-Honorar | Kassen-Anteil | Eigenanteil |
|---|---|---|---|
| 1-kanaliger Frontzahn | 500 € | ~200 € | ~300 € |
| 3-kanaliger Backenzahn | 1.100 € | ~350 € | ~750 € |
| 4-kanaliger Molar mit Mikroskop | 1.800 € | ~400 € | ~1.400 € |
Bei komplexen Behandlungen, die in Spezialpraxen unter dem Mikroskop durchgeführt werden, gilt die Behandlung oft als „besondere Privatleistung", die nur teilweise von der Krankenkasse refundiert wird.
Allianz erstattet 100 % der Restkosten nach Kassen-Anteil bis zum Zahnerhalt-Limit. Beitrag in 30 Sekunden berechnen.
Wurzelbehandlungen fallen unter den Bereich „Zahnerhalt". Sowohl im Basis- als auch im Optimum-Paket der Allianz abgedeckt.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Praxis-Rechnung | 1.800 € |
| Krankenkasse zahlt | 400 € |
| Restkosten | 1.400 € |
| Allianz Optimum (100 %) | 1.400 € |
| Eigenanteil Patient | 0 € |
Bei Basis-Paket im ersten Jahr gilt das gestaffelte Limit von 650 €. Heißt: bei dieser teuren Behandlung würden 650 € erstattet, 750 € blieben als Eigenanteil. Ab Jahr 5 ist das volle Limit von 1.950 € aktiv, dann ist auch hier alles abgedeckt.
Die ehrliche Antwort: Den eigenen Zahn zu erhalten ist langfristig fast immer günstiger als ihn zu ziehen und zu ersetzen.
| Option | Kosten gesamt | Eigener Zahn | Haltbarkeit |
|---|---|---|---|
| Wurzelbehandlung + Krone | 1.200–3.300 € | ja | 10–20 Jahre |
| Zahn ziehen + Implantat | 2.500–4.000 € | nein | 15–20 Jahre |
| Zahn ziehen + Brücke | 1.400–2.800 € | Nachbarzähne beschädigt | 10–15 Jahre |
| Zahn ziehen + Teilprothese | 700–1.500 € | nein | 5–10 Jahre |
Die Wurzelbehandlung mit Krone ist meist günstiger als ein Implantat. Auch wenn die Erfolgsquote bei Wurzelbehandlungen unter dem Mikroskop bei 85 bis 95 % liegt: kein Implantat fühlt sich an wie der eigene Zahn.
Mit moderner Anästhesie ist die Behandlung selbst schmerzfrei. Nach der Behandlung kann der Zahn 2 bis 5 Tage lang druckempfindlich sein. Bei länger anhaltenden Schmerzen oder Schwellungen unbedingt nachkontrollieren lassen.
Ja. Die Erfolgsrate liegt in der Standard-Praxis bei 70 bis 85 %, bei spezialisierter Endodontie unter dem Mikroskop bei 85 bis 95 %. Bei einer fehlgeschlagenen Behandlung kann eine Wurzelspitzenresektion (chirurgischer Eingriff) versucht werden. Sonst muss der Zahn doch gezogen werden.
Ein chirurgischer Eingriff bei fehlgeschlagener Wurzelbehandlung. Die Wurzelspitze wird operativ entfernt, die Wunde wird verschlossen. Kosten in Österreich: 600 bis 1.200 €. Die Krankenkasse übernimmt einen Teil, die Restkosten sind über die Zahnzusatzversicherung abgedeckt.
Wurzelbehandlungs-Kosten können in Österreich als außergewöhnliche Belastung in der Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht werden, sofern sie eine bestimmte Selbstbehalt-Grenze überschreiten (abhängig vom Einkommen).
Achten Sie auf: Einsatz eines OP-Mikroskops, Verwendung von Kofferdam (Gummi-Abschirmung), digitales Röntgen mit niedriger Dosis, klare Erfolgswahrscheinlichkeit als Information vor der Behandlung. Spezialisierte Endodonten haben oft eine zusätzliche fachliche Ausbildung über die normale Zahnmedizin hinaus.
Quellen: ÖGK Zahnbehandlung · Marktrecherche Endodontie-Praxen Wien/Linz. Stand: Mai 2026.
● Zuletzt geprüft am 12. Mai 2026 ●