Der komplette Guide 2026 zu Zahnversicherung, Zahnzusatzversicherung und Zahnvorsorge in Österreich — ehrlich, mit konkreten Euro-Zahlen, ohne Versicherungs-Jargon. Was die Krankenkasse zahlt, was Behandlungen wirklich kosten, alle 8 Anbieter im Überblick.
In Österreich ist jeder Erwerbstätige bei einer der vier großen Krankenkassen pflichtversichert: ÖGK, BVAEB, SVS oder einer der städtischen Krankenfürsorgeanstalten (KFA). Was sie beim Zahnarzt zahlen, unterscheidet sich um bis zu 350 € pro Behandlung — selbst bei gleicher Maßnahme. Hier die Realität, Stand Mai 2026.
Die Kasse zahlt bei Vorsorge wenig bis nichts. Bei Zahnersatz seit Mai 2026 weniger als zuvor. Implantate sind in keiner Kasse enthalten. Eine Kinder-Zahnspange wird voll erst ab Schweregrad 4 übernommen — bei Schweregrad 3 zahlen Eltern alles selbst.
Bei der Österreichischen Gesundheitskasse sind Arbeiter, Angestellte, Pensionisten und ihre Angehörigen versichert. Die wichtigste Änderung 2026:
Bei Zahnersatz steigt der Selbstbehalt von 25 % auf 30 % der tariflichen Kosten. Der Selbstbehalt — auch Eigenanteil oder Zuzahlung genannt — ist der Teil der Rechnung, den Sie selbst tragen müssen. Nur Personen, die wegen sozialer Schutzbedürftigkeit von der Rezeptgebühr befreit sind, zahlen 20 %. Heißt konkret: Eine Krone, die nach ÖGK-Tarif 888 € kostet, hat einen Selbstbehalt von 266 € — vorher waren es 222 €.
Zusätzlich wurde im März 2026 die Kostenübernahme bei Zahnregulierungen und Parodontose-Therapien eingeschränkt. Wer das nicht weiß, wird beim Heil- und Kostenplan überrascht.
Die BVAEB hat eine andere Struktur als die ÖGK: Sie betreibt eigene Zahnambulatorien in Wien, St. Pölten, Linz, Salzburg, Feldkirch, Innsbruck, Graz, Trieben, Eisenerz und Villach. Behandlungen dort sind in der Regel günstiger oder kostenfrei. Die wichtigsten Eckpunkte:
Wer als Unternehmer:in, Freelancer:in oder Landwirt:in pflichtversichert ist, fällt unter die SVS. Hier gibt es eine Besonderheit, die viele nicht kennen:
Die SVS gewährt einen freiwilligen Zuschuss von 250 € pro Zahn bei festsitzendem Zahnersatz (Brücke, Stift, Krone) — aber nur, wenn in den letzten drei Kalenderjahren mindestens eine Mundhygiene-Sitzung dokumentiert ist. Wer das weiß und konsequent eine PZR pro Jahr macht, sichert sich 250 € pro behandeltem Zahn.
Bedienstete der Stadt Wien sind in der KFA Wien versichert. Sie unterscheidet sich von der ÖGK in einem wichtigen Punkt: Sie zahlt seit April 2025 als einzige große Kasse in Österreich eine Mundhygiene-Sitzung für Erwachsene.
Erwachsene Mitglieder der KFA Wien haben Anspruch auf eine professionelle Mundhygiene pro Kalenderjahr. Der Tarif beträgt 115 €, die KFA zahlt 92 €, der Eigenanteil ist 23 €. Bei festsitzender Zahnspange gibt es sogar zwei Sitzungen pro Jahr.
Über eine Verlängerung des Pilotprojekts ab Herbst 2026 werden gerade Gespräche geführt.
Kurz gesagt: Die ÖGK zahlt bei Mundhygiene 0 €, beim Implantat 0 €, beim Zahnersatz ab Mai 2026 nur noch 70 % der Tarifkosten. Die BVAEB ist die einzige Kasse mit Implantat-Zuschuss (max. 350 €). Die SVS gibt 250 € pro Zahn — aber nur mit dokumentierter Mundhygiene. Die KFA Wien zahlt eine Mundhygiene-Sitzung pro Jahr für Erwachsene (Selbstbehalt 23 €).
| Leistung | ÖGK | BVAEB | SVS | KFA Wien |
|---|---|---|---|---|
| Mundhygiene Erwachsene | 0 € | nur in eigenen Ambulatorien | 0 € | 1×/Jahr, 23 € Eigenanteil |
| Mundhygiene Kinder 10–18 | 1×/Jahr | 2×/Jahr | 1×/Jahr | 1×/Jahr |
| Krone (festsitzend) | 70 % Tarif (ab 1.5.) | 90 %, max. 200 € | 250 € Zuschuss pro Zahn | nach Tarif |
| Implantat | 0 € | 90 %, max. 350 € | 0 € | 0 € |
| Spange Grad 4–5 | vollständig kostenlos | vollständig kostenlos | vollständig kostenlos | vollständig kostenlos |
| Spange Grad 3 | 0 € | bis 3.500 € Zuschuss | 0 € | 0 € |
Quellen: ÖGK Zahnbehandlung · BVAEB Zahnbehandlung & Mundhygiene · SVS Zahnersatz · KFA Wien Zahngesundheit. Stand: Mai 2026.
Zahnärztliche Honorare sind in Österreich nicht gesetzlich gedeckelt — sie variieren regional, je nach Praxis und Material. Diese Tabelle zeigt die realistischen Preisspannen für die häufigsten Behandlungen, basierend auf aktuellen Markt- und ÖGK-Tarifdaten 2026.
Die wichtigsten Preise auf einen Blick: Eine Mundhygiene kostet 50–270 €. Eine Wurzelbehandlung mit drei Kanälen 700–1.800 €. Eine Vollkeramik-Krone 800–1.500 €. Ein Implantat samt Krone 2.500–4.000 €. Eine Kinder-Zahnspange bei Schweregrad 3 zwischen 3.500 und 6.000 €. Aligner (Invisalign) 4.000–7.000 €.
| Behandlung | Preisspanne | Mittel | Kasse zahlt | Realer Eigenanteil |
|---|---|---|---|---|
| Professionelle Mundhygiene | 50–270 € | 100 € | 0 € (Erwachsene) | 100 € |
| Einfache Füllung | 30–150 € | 80 € | Tarif weitgehend | 0–40 € |
| Wurzelbehandlung (1 Kanal) | 300–700 € | 450 € | Teil-Tarif | 200–400 € |
| Wurzelbehandlung (3–4 Kanäle) | 700–1.800 € | 1.100 € | Teil-Tarif | 500–1.300 € |
| Krone (Vollkeramik) | 800–1.500 € | 1.100 € | nach Tarif, je nach Kasse | 600–1.100 € |
| Brücke (3 Glieder, Vollkeramik) | 1.400–2.800 € | 2.000 € | Tarif-Anteil | 1.000–2.000 € |
| Implantat (gesamt: Diagnostik + Setzung + Krone) | 2.500–4.000 € | 3.200 € | 0 € (außer BVAEB: max. 350 €) | 2.500–4.000 € |
| + Knochenaufbau (optional) | 600–1.500 € | 1.000 € | 0 € | 600–1.500 € |
| Zahnspange Kind (gesamt, festsitzend) | 3.500–6.000 € | 4.500 € | Grad 4–5: voll · Grad 3: 0 € | Grad 3: 3.500–6.000 € |
| Aligner (z.B. Invisalign) | 4.000–7.000 € | 5.500 € | 0 € (kosmetisch) | 4.000–7.000 € |
Wer ein Implantat in Wien sucht, zahlt im Schnitt 300–800 € mehr als in Linz oder Graz. Praxen in Wien, Salzburg und Innsbruck sind im Durchschnitt 10–25 % teurer als in Niederösterreich, Burgenland oder dem Mühlviertel. Material und Qualität sind dabei identisch — was sich unterscheidet, sind Miete, Personal und Praxis-Standards.
| Stadt | Implantat (gesamt) | Vollkeramik-Krone | Mundhygiene |
|---|---|---|---|
| Wien | 3.000–4.000 € | 1.100–1.500 € | 90–180 € |
| Salzburg | 2.900–3.800 € | 1.050–1.400 € | 85–160 € |
| Innsbruck | 2.800–3.700 € | 1.000–1.400 € | 80–150 € |
| Linz | 2.600–3.400 € | 950–1.300 € | 75–140 € |
| Graz | 2.500–3.300 € | 900–1.250 € | 75–135 € |
| Klagenfurt | 2.500–3.300 € | 900–1.250 € | 70–130 € |
| St. Pölten | 2.400–3.200 € | 880–1.200 € | 70–130 € |
| Land/Bezirk | 2.300–3.100 € | 850–1.150 € | 60–120 € |
Stand: Mai 2026. Durchschnittliche Marktpreise auf Basis öffentlich verfügbarer Kostenvoranschläge und Praxisangaben. Im Einzelfall können die Preise abweichen.
Was in fast keiner Rechnung steht: Nachfolgekosten. Eine Krone hält im Schnitt 12–15 Jahre, ein Implantat 15–20 Jahre. Wer mit 50 das erste Implantat setzt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit mit 65 oder 70 ein zweites brauchen. Wer mit 35 eine Wurzelbehandlung macht und die Krone setzt, kommt mit 50 möglicherweise zur Erneuerung. Eine Zahnzusatzversicherung deckt nicht nur das aktuelle Problem ab, sondern auch die nächste Behandlung in 10–15 Jahren — vorausgesetzt, sie läuft durchgängig weiter.
Wer in Österreich ein Implantat braucht, zahlt im Schnitt 3.200 € aus eigener Tasche. Wer eine Krone braucht: 800–1.100 €. Wer eine Spange für sein Kind in Schweregrad 3 braucht: 4.500 €. Diese Zahlen sind keine Schreckensszenarien — sie sind der Durchschnitt.
Egal welcher Anbieter — eine Zahnzusatzversicherung in Österreich deckt vier Bereiche ab. Wie viel pro Bereich erstattet wird, ob mit oder ohne Wartezeit, hängt vom gewählten Paket ab. Hier die vier Säulen mit konkreten Inhalten.
Professionelle Mundhygiene (PZR), Kariesvorbeugung, Fluoridierung, Fissurenversiegelung, medizinisches Bleaching, Sportschutzschiene. Wird in der Regel zu 100 % bis zum Jahreslimit erstattet.
Hochwertige Füllungen (Composite, Inlays), Wurzelbehandlungen, Parodontitis-Therapie, Zahnentfernungen, Knirschschienen inkl. Röntgen, Anästhesie und Provisorien.
Kronen (auch keramisch verblendet), Teilkronen, Stiftzähne, Brücken, Implantate inkl. Implantat-Kronen, Knochenaufbau, Teil- und Vollprothesen, Reparaturen, Provisorien.
Zahnspangen für Kinder und Jugendliche ab medizinisch notwendigem Schweregrad 3 — auch wenn die Krankenkasse nichts zahlt. Festsitzende und herausnehmbare Spangen, Retentionsgeräte.
Fast alle Anbieter in Österreich unterscheiden zwischen einem Basis-Paket (Vorsorge + Zahnerhalt, ohne Zahnersatz) und einem Premium-/Optimum-Paket (alle vier Säulen). Die genauen Bezeichnungen variieren: Allianz nennt es Basis und Optimum, Donau Securmed Zahn 60 und Zahn 80, Generali MedCare smart Zahn und MedCare Zahn.
Wer junge, gesunde Zähne hat und nur Vorsorge mitversichern will, fährt mit einem Basis-Paket günstiger. Wer absehbar Zahnersatz braucht oder Kinder mit möglichem Spangenbedarf hat, kommt um ein Optimum-/Premium-Paket nicht herum.
Eine Basis-Police mit 1.950 €/Jahr Zahnerhalt-Limit reicht für eine Wurzelbehandlung mit 3 Kanälen — komplett. Eine Optimum-Police mit 3.750 €/Jahr Zahnersatz-Limit deckt ein Implantat zu 90 % ab. Die Mehrkosten von Basis zu Optimum liegen bei der Allianz bei 4–25 €/Monat, je nach Alter.
Hier kommt der Teil, an dem die meisten Menschen aussteigen — weil ihn niemand verständlich erklärt. Wir machen das jetzt anders. In drei einfachen Regeln und einer Beispielrechnung.
Jede Zahnzusatzversicherung in Österreich funktioniert nach diesem Prinzip — die Versicherung erstattet abhängig davon, ob die Krankenkasse mitzahlt:
Frau M., 42, lässt sich einen Backenzahn rekonstruieren. Wurzelbehandlung + Krone, Rechnung gesamt: 1.800 €. ÖGK zahlt 400 € Tarifanteil dazu, restlicher Eigenanteil: 1.400 €. Mit Allianz Optimum-Police:
Modellrechnung. Tatsächliche Erstattung abhängig von Vertragsdauer, Limit-Staffelung und individueller Annahmeprüfung. Maßgeblich sind die AVB der Allianz Elementar Versicherungs-AG.
Jede Versicherung hat ein maximales Erstattungs-Limit pro Kalenderjahr — getrennt nach Säule. Das bedeutet: Selbst wenn Sie in einem Jahr eine sehr teure Behandlung machen, deckt die Versicherung nicht mehr als das Jahreslimit ab. Die Allianz-Limits zum Beispiel:
| Säule | Basis | Optimum |
|---|---|---|
| Vorsorge | 300 €/Jahr | 300 €/Jahr |
| Zahnerhalt | bis 1.950 €/Jahr (gestaffelt) | bis 1.950 €/Jahr (sofort voll) |
| Zahnersatz | nicht abgedeckt | bis 3.750 €/Jahr (gestaffelt) |
| Zahnspange | bis 650 €/Jahr ab Schweregrad 3 | bis 1.300 €/Jahr ab Schweregrad 3 |
Bei den meisten österreichischen Anbietern beginnt das Jahreslimit für Zahnersatz nicht sofort in voller Höhe — es läuft über die ersten Jahre hoch. Bei der Allianz sieht das so aus:
| Versicherungsjahr | Zahnersatz-Limit (Optimum) | Zahnerhalt-Limit (Basis) |
|---|---|---|
| Jahr 1 + 2 | 1.250 €/Jahr | 650 €/Jahr |
| Jahr 3 + 4 | 2.500 €/Jahr | 1.300 €/Jahr |
| Ab Jahr 5 | 3.750 €/Jahr | 1.950 €/Jahr |
Heißt konkret: Wer 2026 abschließt und 2028 ein Implantat braucht (Versicherungsjahr 3), bekommt 2.500 € erstattet. Wer 2031 ein Implantat braucht (Jahr 6), bekommt die vollen 3.750 € erstattet. Die Versicherung lohnt sich also umso mehr, je früher man sie abschließt.
Hinweis: Wer unterjährig abschließt (z.B. im August), bekommt für das laufende Kalenderjahr trotzdem das volle Jahreslimit der jeweiligen Stufe. Nicht anteilig.
In Deutschland sind Wartezeiten von 3 bis 8 Monaten Standard. In Österreich werden Wartezeiten zunehmend durch die Staffelung ersetzt: Statt 8 Monate Sperre für Implantate gibt es eine Limit-Staffel, die mit jedem Versicherungsjahr steigt. Bei der Allianz Zahnversicherung gilt:
Drei Punkte, die jeder kennen sollte, bevor er abschließt:
Eine Zahnzusatzversicherung erstattet 90–100 % der Behandlungskosten bis zu einem jährlichen Limit pro Säule, gestaffelt über die ersten 5 Jahre. Sie ist eine Absicherung für künftige Behandlungen — nicht eine Lösung für aktuelle Probleme.
In Österreich bieten acht Versicherer eine Zahnzusatzversicherung an. Fünf davon als eigenständige Polizze (Allianz, UNIQA, Wiener Städtische, Generali, Donau), zwei nur in Kombination mit Sonderklasse-Krankenversicherung (Merkur, ERGO), einer als Rechtsschutz-naher Add-on (ARAG). Hier eine sachliche Übersicht — ohne Werturteil, mit Stärken-Profil pro Anbieter.
Bevor Sie eine Police abschließen — egal bei welchem Anbieter — sollten Sie diese sechs Punkte konkret nachfragen:
Wir arbeiten exklusiv mit der Allianz. Nicht weil andere Anbieter schlecht wären — sondern weil wir uns auf ein Produkt spezialisiert haben und es dafür wirklich kennen. Wir verkaufen nicht „alles", wir wissen Bescheid. Wenn die Allianz für Ihre Situation nicht passt, sagen wir das. Wer eine Sonderklasse-Police bereits hat, ist bei Merkur oder UNIQA oft besser aufgehoben — wir vermitteln das dann nicht, aber sagen ehrlich, wo Sie es bekommen.
Hier zeigen wir, was die beiden Allianz-Pakete konkret leisten — mit echten Beitragsbeispielen und drei Fallrechnungen aus der Beratungspraxis.
Das Basis-Paket richtet sich an Menschen, die ihre Zähne in regelmäßiger Pflege haben und vor allem die Vorsorge plus kleinere Behandlungen abgesichert wissen wollen. Zahnersatz (Kronen, Brücken, Implantate) ist im Basis-Paket nicht enthalten.
Das Optimum-Paket deckt alle vier Säulen voll ab. Sinnvoll, wenn Zahnersatz absehbar ist oder Kinder im Haushalt sind, bei denen eine Spange möglich wird.
| Alter | Basis | Optimum | Mehrkosten Optimum |
|---|---|---|---|
| 0–18 (Kinder & Jugend) | 14,60 € | 18,78 € | + 4,18 € |
| 19 Jahre | 20,53 € | 34,58 € | + 14,05 € |
| 25 Jahre | 21,04 € | 39,81 € | + 18,77 € |
| 30 Jahre | 21,45 € | 43,86 € | + 22,41 € |
| 35 Jahre | 21,84 € | 47,53 € | + 25,69 € |
| 40 Jahre | 22,21 € | 50,70 € | + 28,49 € |
| 45 Jahre | 22,54 € | 53,20 € | + 30,66 € |
| 50 Jahre | 22,73 € | 55,74 € | + 33,01 € |
| 55 Jahre | 22,77 € | 58,72 € | + 35,95 € |
| 60 Jahre | 22,81 € | 62,20 € | + 39,39 € |
| 65 Jahre | 22,84 € | 64,71 € | + 41,87 € |
Beiträge inkl. 1 % Versicherungssteuer. Aufnahme bis 65 Jahre, danach nicht mehr möglich. Beiträge können sich im Laufe der Vertragslaufzeit durch Beitragsanpassungen ändern.
Die Allianz erstattet abhängig davon, ob die Krankenkasse mitzahlt:
Klaus hatte mit 47 das Optimum-Paket abgeschlossen. Mit 52 bricht ein Backenzahn ab, ein Implantat ist nötig. Rechnung gesamt: 3.000 €. Krankenkasse zahlt 0 €. Da Klaus im Versicherungsjahr 5 ist, gilt das volle Zahnersatz-Limit von 3.750 €. Die Allianz erstattet 90 % von 3.000 € = 2.700 €. Klaus zahlt 300 € aus eigener Tasche statt 3.000 €. Über fünf Jahre hat er rund 3.150 € in die Versicherung gezahlt — das Implantat alleine zahlt sich aus.
Anna geht dreimal im Jahr zur professionellen Mundhygiene. Pro Sitzung 100 €, gesamt 300 €/Jahr. Die ÖGK zahlt 0 €. Mit dem Basis-Paket (21,84 €/Monat = 262 €/Jahr) bekommt Anna die kompletten 300 € Mundhygiene erstattet. Heißt: Die Versicherung deckt nicht nur die Mundhygiene komplett ab, sie spart ihr sogar leicht Geld — und im Notfall hat sie zusätzlich noch das Zahnerhalt-Limit von 650–1.950 €/Jahr im Hintergrund.
Linas Kieferorthopäde stellt einen mittleren Engstand fest — IOTN-Schweregrad 3. Die Krankenkasse zahlt nichts (Gratis-Spange erst ab Grad 4). Eine festsitzende Spange über 3 Jahre kostet 4.500 €. Mit dem Optimum-Paket (für Kinder einheitlich 18,78 €/Monat) erstattet die Allianz bis 1.300 €/Jahr = 3.900 € über die Behandlungsdauer. Lina-Eltern zahlen rund 600 € selbst statt 4.500 € — bei einem Monatsbeitrag von 18,78 €.
Modellrechnung. Tatsächliche Erstattung abhängig von Vertragsdauer, Limit-Staffelung und individueller Annahmeprüfung. Maßgeblich sind die AVB der Allianz Elementar Versicherungs-AG.
Für Kinder ist der Aufpreis von Basis auf Optimum nur 4,18 € pro Monat — also rund 50 € im Jahr. Statistisch braucht jedes zweite österreichische Kind irgendwann eine Spange, und nur die Hälfte davon erreicht Schweregrad 4 (Gratis-Spange). Wer Optimum von Geburt an für sein Kind hat, profitiert in fünf von zehn Fällen direkt — Eigenanteil oft unter 1.000 € statt 4.500 €.
Eine ehrliche Entscheidungslogik — nicht für jeden ist eine Zahnzusatzversicherung das richtige Produkt. Hier eine Übersicht nach Lebenssituation.
Wer 35+ ist, mindestens einmal pro Jahr zur PZR geht, und Kinder unter 18 hat — für den lohnt sich Optimum nach unserer Erfahrung in über 80 % der Fälle nach dem ersten ernsten Behandlungsfall. Wer unter 30 ist, gesunde Zähne hat und keine Kinder — für den reicht oft Basis als Vorsorge-Police, bis sich die Lebenssituation ändert.
Wir empfehlen, in drei Schritten vorzugehen:
Die zehn Fragen, die uns am häufigsten in der Beratung gestellt werden. Mit ehrlichen Antworten — nicht aus dem Marketing-Lehrbuch.
Bei Vorsorge wie professioneller Mundhygiene zahlt die ÖGK für Erwachsene 0 €. Bei Zahnersatz gilt ab 1. Mai 2026 ein Eigenanteil von 20–30 % der tariflichen Kosten. Implantate zahlt die ÖGK gar nicht. Eine Zahnspange wird voll erst ab Schweregrad 4 übernommen.
Die Preisspanne liegt zwischen 14 € und 65 €/Monat, je nach Anbieter, Paket und Alter. Allianz Basis startet bei 14,60 €/Monat, Optimum für einen 35-Jährigen liegt bei 47,53 €/Monat.
Bei der Allianz gibt es keine klassische Wartezeit — stattdessen eine Limit-Staffelung. Vorsorge ist ab Tag 1 erstattet. Zahnersatz beginnt mit 1.250 €/Jahr in den ersten beiden Jahren und steigt bis Jahr 5 auf 3.750 €/Jahr.
Ja. Beim Antrag werden Gesundheitsfragen zum Zahnstatus gestellt. Bei dokumentierten Vorbefunden kann es einen Risikozuschlag geben — in Einzelfällen auch eine Ablehnung. Wir besprechen das ehrlich vorab im Telefonat, bevor der Antrag rausgeht.
Eine Behandlung, die zum Vertragsbeginn schon läuft oder vom Zahnarzt bereits angeraten wurde, ist nicht versichert. Wer einen Heil- und Kostenplan in der Schublade hat, kann das konkret nicht mehr „nachversichern".
Die Mindestvertragslaufzeit beträgt drei Jahre, mit drei Monaten Kündigungsfrist vor Vertragsende. Ohne Kündigung verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr. Bei Zahnversicherungen ist das Standard — die Erstattungs-Limits laufen über 5 Jahre hoch, eine 1-Jahres-Polizze wäre für niemanden sinnvoll.
Nein. Die Allianz Zahnzusatzversicherung nimmt nur bis zum vollendeten 65. Lebensjahr neue Versicherte auf. Andere Anbieter haben ähnliche Altersgrenzen. Wer schon vor dem 65. Geburtstag eine Police hat, behält diese aber lebenslang.
Im Basis- und Optimum-Paket wird die professionelle Mundhygiene mit 100 % erstattet — bis zum Vorsorge-Jahreslimit von 300 €. Das reicht für drei Sitzungen à 100 € oder zwei Sitzungen à 150 €.
Die private Zahnzusatzversicherung läuft unabhängig von Ihrem Arbeitgeber oder Wohnort weiter. Auch ein Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse (z.B. von ÖGK zu BVAEB) ändert nichts an Ihrer privaten Police. Die Versicherung gilt in ganz Österreich, bei vielen Anbietern auch im EU-Ausland.
Der Versicherungsschutz beginnt taggenau am Abschlusstag, wenn Sie vom 1. bis 14. des Monats abschließen. Bei Abschluss ab dem 15. startet der Schutz zum 1. des Folgemonats. Der Prozess bei uns: Schritt 1: Anfrage online, etwa eine Minute. Schritt 2: Wir rufen meist in 12 Stunden zurück. Schritt 3: Abschluss per SMS-TAN auf dem Handy. Schritt 4: Polizze per E-Mail, Schutz ab Vertragsbeginn. Kein Termin vor Ort nötig.
Sie haben den Guide durchgelesen — und ahnen, dass eine Zahnzusatzversicherung in Ihrer Situation Sinn macht. Dann starten Sie mit dem Weg, der zu Ihnen passt:
Geburtsdatum eintippen, Beitrag für Basis und Optimum sofort sehen. Zum Beitragsrechner — 30 Sekunden.
In 60 Sekunden fünf Fragen, klare Empfehlung: Basis oder Optimum. Zum Quiz — keine Anmeldung.
Direkter Weg: Anfrage, Rückruf in 12 Stunden, Abschluss per SMS-TAN. Zur Anfrage — Schutz ab Vertragsbeginn.
Unsere Beratung ist kostenfrei. Unsere Vergütung erhalten wir direkt von der Allianz und ist bereits in Ihrem Beitrag enthalten. Sie zahlen nicht zusätzlich. Wir verkaufen nur, wenn es Sinn macht — wenn nicht, sagen wir das ehrlich.
● Zuletzt geprüft am 12. Mai 2026 · Wird quartalsweise aktualisiert ●