Der große Guide zu Zahnversicherung, Zahnzusatzversicherung und Zahnvorsorge in Österreich: mit konkreten Euro-Zahlen, ohne Versicherungs-Jargon. Was die Krankenkasse laut aktuellen Angaben zahlt, welche Kosten bei Behandlungen üblich sind, acht Anbieter im Überblick. Alle Angaben geprüft am 30. Juli 2026.
Wer diese Seite schreibt: Die Agentur Sturm GmbH (GISA 37489939) ist Versicherungsagent und Exklusivpartner der Allianz. Wir vermitteln ausschließlich Produkte der Allianz Elementar Versicherungs-AG und werden dafür von der Allianz vergütet. Eine ausgewogene Untersuchung des Marktes findet nicht statt. Diese Seite ist Werbung eines Versicherungsagenten und keine unabhängige Verbraucherinformation. Wer mehrere Versicherer vergleichen möchte, ist bei einem Versicherungsmakler richtig.
In Österreich sind Erwerbstätige in der Regel bei einem der großen Krankenversicherungsträger pflichtversichert: ÖGK, BVAEB, SVS oder einer der städtischen Krankenfürsorgeanstalten (KFA). Was sie beim Zahnarzt zahlen, kann sich je nach Träger um mehrere hundert Euro pro Behandlung unterscheiden, selbst bei gleicher Maßnahme. Hier die Eckpunkte, geprüft am 30. Juli 2026, maßgeblich sind die jeweils gültigen Satzungen.
Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt bei Vorsorge wenig bis nichts. Bei Zahnersatz trägt die ÖGK seit Mai 2026 weniger als zuvor. Implantate sind bei ÖGK, SVS und KFA Wien nicht enthalten, die BVAEB gewährt einen begrenzten Zuschuss. Eine Kinder-Zahnspange wird bei der ÖGK erst ab Schweregrad 4 ohne Kostenbeteiligung übernommen, bei Schweregrad 3 tragen Eltern die Kosten dort selbst (geprüft am 30. Juli 2026).
Bei der Österreichischen Gesundheitskasse sind Arbeiter, Angestellte, Pensionisten und ihre Angehörigen versichert. Die wichtigste Änderung 2026:
Beim abnehmbaren Zahnersatz beträgt der Selbstbehalt seit 1. Mai 2026 20 bis 30 % der tariflichen Kosten. Der Selbstbehalt (auch Eigenanteil oder Zuzahlung genannt) ist der Teil der Rechnung, den Sie selbst tragen. Personen, die wegen sozialer Schutzbedürftigkeit von der Rezeptgebühr befreit sind, zahlen 20 %, alle übrigen Versicherten 30 %. Betroffen sind Prothesen, Klammerzahnkronen und Reparaturen. Kronen und Brücken sind bei der ÖGK Privatleistung, dafür ist kein Kostenzuschuss vorgesehen (Quelle: ÖGK, Zahnersatz, abgerufen am 31. Juli 2026).
Zusätzlich wurde im März 2026 die Kostenübernahme bei Zahnregulierungen und Parodontose-Therapien eingeschränkt (geprüft am 30. Juli 2026). Klären Sie den Umfang vor Behandlungsbeginn anhand des Heil- und Kostenplans mit Ihrer Zahnarztpraxis und Ihrem Träger.
Die BVAEB hat eine andere Struktur als die ÖGK: Sie betreibt eigene Zahnambulatorien in Wien, St. Pölten, Linz, Salzburg, Feldkirch, Innsbruck, Graz, Trieben, Eisenerz und Villach. Behandlungen dort sind in der Regel günstiger oder kostenfrei. Die wichtigsten Eckpunkte:
Wer als Unternehmer:in, Freelancer:in oder Landwirt:in pflichtversichert ist, fällt unter die SVS. Hier gibt es eine Besonderheit, die viele nicht kennen:
Die SVS gewährt für Behandlungen ab 2026 einen freiwilligen Zuschuss von 250 € pro Zahnstelle bei festsitzendem Zahnersatz (Brücke, Stiftzahn, Krone), wenn in den letzten fünf Kalenderjahren mindestens drei Mundhygiene-Sitzungen dokumentiert sind (geprüft am 30. Juli 2026). Eine dokumentierte Mundhygiene ist damit Voraussetzung für den Zuschuss. Über die Höhe im Einzelfall entscheidet die SVS.
Bedienstete der Stadt Wien sind in der KFA Wien versichert. Sie unterscheidet sich von der ÖGK in einem wichtigen Punkt: Sie zahlt seit April 2025 eine Mundhygiene-Sitzung für Erwachsene. Nach unserer Recherche ist sie damit unter den großen Trägern die Ausnahme (geprüft am 30. Juli 2026).
Erwachsene Mitglieder der KFA Wien haben seit 1. April 2025 einmal pro Kalenderjahr Anspruch auf eine professionelle Mundhygiene. Die KFA Wien übernimmt 92 €, der Selbstbehalt im Vertragsbereich beträgt 23 € (Quelle: KFA Wien, Zahngesundheit, abgerufen am 31. Juli 2026).
Kurz gesagt (geprüft am 31. Juli 2026): Die ÖGK zahlt bei Mundhygiene für Erwachsene 0 €, beim Implantat 0 € und bei Kronen und Brücken 0 €, weil festsitzender Zahnersatz dort Privatleistung ist. Beim abnehmbaren Zahnersatz trägt sie den Tarif abzüglich 20 bis 30 % Selbstbehalt. Von den hier verglichenen Trägern gewährt nur die BVAEB einen Implantat-Zuschuss (80 % der tatsächlichen Kosten, max. 350 €). Die SVS gibt 250 € pro Zahnstelle bei festsitzendem Zahnersatz, wenn der Mundhygiene-Nachweis vorliegt. Die KFA Wien zahlt eine Mundhygiene-Sitzung pro Kalenderjahr für Erwachsene (Selbstbehalt 23 €).
| Leistung | ÖGK | BVAEB | SVS | KFA Wien |
|---|---|---|---|---|
| Mundhygiene Erwachsene | 0 € | nur in eigenen Ambulatorien | 0 € | 1×/Jahr, 23 € Eigenanteil |
| Mundhygiene Kinder 10–18 | 1×/Jahr | 2×/Jahr | 1×/Jahr | 1×/Jahr |
| Krone (festsitzend) | 0 €, Privatleistung | 80 %, max. 200 € | 250 € pro Zahnstelle | nach Tarif |
| Implantat | 0 € | 80 %, max. 350 € | 0 € | 0 € |
| Spange Grad 4 bis 5 | ohne Kostenbeteiligung | ohne Kostenbeteiligung | ohne Kostenbeteiligung | ohne Kostenbeteiligung |
| Spange Grad 3 | 0 € | bis 3.500 € Zuschuss | 0 € | 0 € |
Quellen: ÖGK Zahnbehandlung · BVAEB Zahnbehandlung & Mundhygiene · SVS Zahnersatz · KFA Wien Zahngesundheit. Stand: 30. Juli 2026.
Zahnärztliche Honorare sind in Österreich nicht gesetzlich gedeckelt. Sie variieren regional, je nach Praxis und Material. Diese Tabelle zeigt übliche Preisspannen für häufige Behandlungen auf Basis öffentlich verfügbarer Markt- und ÖGK-Tarifdaten (geprüft am 30. Juli 2026). Die Werte sind Orientierungswerte und ersetzen keinen Kostenvoranschlag Ihrer Zahnarztpraxis.
Die wichtigsten Preisspannen auf einen Blick, regional unterschiedlich (geprüft am 30. Juli 2026): Eine Mundhygiene kostet üblicherweise 50 bis 270 €. Eine Wurzelbehandlung mit drei Kanälen 700 bis 1.800 €. Eine Vollkeramik-Krone 800 bis 1.500 €. Ein Implantat samt Krone 2.500 bis 4.000 €. Eine Kinder-Zahnspange bei Schweregrad 3 zwischen 3.500 und 6.000 €. Aligner (Invisalign) 4.000 bis 7.000 €. Was Ihre Behandlung kostet, steht im Heil- und Kostenplan Ihrer Praxis.
| Behandlung | Preisspanne | Mittel | Kasse zahlt | Realer Eigenanteil |
|---|---|---|---|---|
| Professionelle Mundhygiene | 50–270 € | 100 € | 0 € (Erwachsene) | 100 € |
| Einfache Füllung | 30–150 € | 80 € | Tarif weitgehend | 0–40 € |
| Wurzelbehandlung (1 Kanal) | 300–700 € | 450 € | Teil-Tarif | 200–400 € |
| Wurzelbehandlung (3–4 Kanäle) | 700–1.800 € | 1.100 € | Teil-Tarif | 500–1.300 € |
| Krone (Vollkeramik) | 800–1.500 € | 1.100 € | ÖGK 0 €, BVAEB max. 200 €, SVS 250 € | 800–1.500 € |
| Brücke (3 Glieder, Vollkeramik) | 1.400–2.800 € | 2.000 € | ÖGK 0 €, BVAEB max. 200 € pro Glied | 1.400–2.800 € |
| Implantat (gesamt: Diagnostik + Setzung + Krone) | 2.500–4.000 € | 3.200 € | 0 € (außer BVAEB: max. 350 €) | 2.500–4.000 € |
| + Knochenaufbau (optional) | 600–1.500 € | 1.000 € | 0 € | 600–1.500 € |
| Zahnspange Kind (gesamt, festsitzend) | 3.500–6.000 € | 4.500 € | Grad 4–5: voll · Grad 3: 0 € | Grad 3: 3.500–6.000 € |
| Aligner (z. B. Invisalign) | 4.000–7.000 € | 5.500 € | 0 € | 4.000–7.000 € |
Für ein Implantat in Wien liegen die uns vorliegenden Angebote im Schnitt 300 bis 800 € über denen in Linz oder Graz. Praxen in Wien, Salzburg und Innsbruck liegen im Durchschnitt 10 bis 25 % über Praxen in Niederösterreich, Burgenland oder dem Mühlviertel (geprüft am 30. Juli 2026, Auswertung öffentlich verfügbarer Kostenvoranschläge). Auf Material oder Behandlungsqualität lässt das keinen Rückschluss zu, die Preise hängen unter anderem von Miete, Personal und Ausstattung ab.
| Stadt | Implantat (gesamt) | Vollkeramik-Krone | Mundhygiene |
|---|---|---|---|
| Wien | 3.000–4.000 € | 1.100–1.500 € | 90–180 € |
| Salzburg | 2.900–3.800 € | 1.050–1.400 € | 85–160 € |
| Innsbruck | 2.800–3.700 € | 1.000–1.400 € | 80–150 € |
| Linz | 2.600–3.400 € | 950–1.300 € | 75–140 € |
| Graz | 2.500–3.300 € | 900–1.250 € | 75–135 € |
| Klagenfurt | 2.500–3.300 € | 900–1.250 € | 70–130 € |
| St. Pölten | 2.400–3.200 € | 880–1.200 € | 70–130 € |
| Land/Bezirk | 2.300–3.100 € | 850–1.150 € | 60–120 € |
Stand: 30. Juli 2026. Durchschnittliche Marktpreise auf Basis öffentlich verfügbarer Kostenvoranschläge und Praxisangaben. Im Einzelfall können die Preise abweichen.
Was in fast keiner Rechnung steht: Nachfolgekosten. Als Erfahrungswerte werden für eine Krone 12 bis 15 Jahre und für ein Implantat 15 bis 20 Jahre genannt. Wie lange eine Versorgung tatsächlich hält, ist individuell verschieden und hängt von Befund, Pflege und Behandlung ab, das klärt Ihre Zahnarztpraxis. Eine Zahnzusatzversicherung greift im Rahmen der vereinbarten Limits auch bei späteren Behandlungen, solange der Vertrag durchgehend läuft. Behandlungen, die bei Vertragsbeginn schon laufen oder angeraten sind, bleiben ausgeschlossen.
Für ein Implantat ohne Kassenleistung liegt der Eigenanteil im Mittel bei rund 3.200 €. Bei einer Krone tragen ÖGK-Versicherte die Rechnung selbst, also rund 800 bis 1.500 €, weil festsitzender Zahnersatz dort Privatleistung ist. Bei einer Spange in Schweregrad 3 sind es rund 4.500 €. Das sind Mittelwerte aus der Tabelle oben (geprüft am 31. Juli 2026), im Einzelfall kann der Betrag darüber oder darunter liegen.
Egal welcher Anbieter, eine Zahnzusatzversicherung in Österreich deckt vier Bereiche ab. Wie viel pro Bereich erstattet wird, ob mit oder ohne Wartezeit, hängt vom gewählten Paket ab. Hier die vier Säulen mit konkreten Inhalten.
Professionelle Mundhygiene (PZR), Kariesvorbeugung, Fluoridierung, Fissurenversiegelung, medizinisches Bleaching, Sportschutzschiene. Wird in der Regel zu 100 % bis zum Jahreslimit erstattet.
Hochwertige Füllungen (Composite, Inlays), Wurzelbehandlungen, Parodontitis-Therapie, Zahnentfernungen, Knirschschienen inkl. Röntgen, Anästhesie und Provisorien.
Kronen (auch keramisch verblendet), Teilkronen, Stiftzähne, Brücken, Implantate inkl. Implantat-Kronen, Knochenaufbau, Teil- und Vollprothesen, Reparaturen, Provisorien.
Zahnspangen für Kinder und Jugendliche ab medizinisch notwendigem Schweregrad 3, je nach Paket auch dann, wenn die Krankenkasse nichts zahlt. Festsitzende und herausnehmbare Spangen, Retentionsgeräte. Umfang und Höchstbeträge richten sich nach den Versicherungsbedingungen.
Fast alle Anbieter in Österreich unterscheiden zwischen einem Basis-Paket (Vorsorge + Zahnerhalt, ohne Zahnersatz) und einem Premium-/Optimum-Paket (alle vier Säulen). Die genauen Bezeichnungen variieren: Allianz nennt es Basis und Optimum, Donau Securmed Zahn 60 und Zahn 80, Generali MedCare smart Zahn und MedCare Zahn.
Wer junge, gesunde Zähne hat und vor allem Vorsorge mitversichern will, zahlt für ein Basis-Paket weniger. Wer Zahnersatz absichern oder Kinder mit möglichem Spangenbedarf mitversichern will, braucht dafür ein Optimum- oder Premium-Paket. Behandlungen, die bereits angeraten sind, lassen sich nicht mehr versichern.
Ein Zahnerhalt-Limit von 1.950 € pro Jahr deckt eine Wurzelbehandlung mit 3 Kanälen in vielen Fällen ab, sofern die Staffelstufe bereits erreicht ist. Beim Zahnersatz im Optimum gilt das Zahnersatz-Jahreslimit von höchstens 3.750 €: Zahlt die Kasse nichts dazu, erstattet die Allianz 90 % der Rechnung, zahlt die Kasse einen Anteil, 100 % der Restkosten. Der Beitragsunterschied von Basis zu Optimum liegt bei der Allianz je nach Alter zwischen rund 4 und 42 € pro Monat (geprüft am 30. Juli 2026).
Hier kommt der Teil, an dem die meisten Menschen aussteigen, weil ihn niemand verständlich erklärt. Wir machen das jetzt anders. In drei einfachen Regeln und einer Beispielrechnung.
Bei der Allianz gilt dieses Prinzip, andere Anbieter arbeiten teils mit festen Erstattungsquoten. Die Erstattung hängt davon ab, ob die Krankenkasse mitzahlt:
Frau M., 42, ist bei der ÖGK versichert und lässt sich einen Backenzahn rekonstruieren. Wurzelbehandlung und Krone, Rechnung gesamt 1.800 €. Zur Wurzelbehandlung steuert die ÖGK einen Teil-Tarif bei, zur Krone nichts, weil festsitzender Zahnersatz dort Privatleistung ist. Mit Allianz Optimum-Police:
Modellrechnung. Tatsächliche Erstattung abhängig von Vertragsdauer, Limit-Staffelung und geltendem Jahreslimit. Maßgeblich sind die AVB der Allianz Elementar Versicherungs-AG.
Jede Versicherung hat ein maximales Erstattungs-Limit pro Kalenderjahr, getrennt nach Säule. Das bedeutet: Selbst wenn Sie in einem Jahr eine sehr teure Behandlung machen, deckt die Versicherung nicht mehr als das Jahreslimit ab. Die Allianz-Limits zum Beispiel:
| Säule | Basis | Optimum |
|---|---|---|
| Vorsorge | 300 €/Jahr | 300 €/Jahr |
| Zahnerhalt | bis 1.950 €/Jahr (gestaffelt) | bis 1.950 €/Jahr (sofort voll) |
| Zahnersatz | nicht abgedeckt | bis 3.750 €/Jahr (gestaffelt) |
| Zahnspange einmalig während der Versicherungsdauer, max. 4 aufeinanderfolgende Jahre |
bis 650 €/Jahr ab IOTN-Stufe 3, in Summe bis 2.600 € | bis 1.300 €/Jahr ab IOTN-Stufe 3, in Summe bis 5.200 € |
Bei den meisten österreichischen Anbietern beginnt das Jahreslimit für Zahnersatz nicht sofort in voller Höhe. Es läuft über die ersten Jahre hoch. Bei der Allianz sieht das so aus:
| Kalenderjahr | Zahnersatz-Limit (Optimum) | Zahnerhalt-Limit (Basis) |
|---|---|---|
| Jahr 1 + 2 | 1.250 €/Jahr | 650 €/Jahr |
| Jahr 3 + 4 | 2.500 €/Jahr | 1.300 €/Jahr |
| Ab Jahr 5 | 3.750 €/Jahr | 1.950 €/Jahr |
Heißt konkret: Wer 2026 abschließt und 2028 ein Implantat braucht (Kalenderjahr 3), erhält höchstens 2.500 € erstattet. Wer 2031 ein Implantat braucht (Jahr 6), erhält höchstens 3.750 €. Je früher der Vertrag beginnt, desto früher steht das volle Limit zur Verfügung.
Hinweis: Wer unterjährig abschließt (z. B. im August), bekommt für das laufende Kalenderjahr trotzdem das volle Jahreslimit der jeweiligen Stufe. Nicht anteilig.
In Deutschland sind Wartezeiten von 3 bis 8 Monaten Standard. In Österreich werden Wartezeiten zunehmend durch die Staffelung ersetzt: Statt 8 Monate Sperre für Implantate gibt es eine Limit-Staffel, die mit jedem Kalenderjahr steigt. Bei der Allianz Zahnversicherung gilt:
Diese Punkte sollte jeder kennen, bevor er abschließt. Quelle: Allianz Leistungsübersicht und Produktunterlagen, Stand Mai 2026.
Je nach Anbieter und Paket wird ein Teil der Behandlungskosten erstattet, bei der Allianz 90 bis 100 % bis zum jeweiligen Jahreslimit, bei Zahnersatz gestaffelt über die ersten 5 Jahre. Sie ist eine Absicherung für künftige Behandlungen, keine Lösung für aktuelle Probleme. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen.
Wir haben acht österreichische Versicherer geprüft, sieben davon führen ein Zahnprodukt. Eigenständig, also ohne zweiten Vertrag abschließbar, sind davon zwei: die Allianz und die ERGO. UNIQA, Wiener Städtische, Generali und Donau setzen jeweils eine Sonderklasse-, Spital- oder Krankenhauskosten-Versicherung im eigenen Haus voraus. Bei der Merkur ließ sich die Abschlussvoraussetzung aus keiner offiziellen Quelle belegen. Bei der ARAG war kein Zahnprodukt auffindbar. Alle Angaben zu Mitbewerbern stammen aus den offiziellen Produktseiten und Produktunterlagen der Anbieter, geprüft am 31. Juli 2026, ERGO zuletzt am 4. August 2026, ohne Gewähr. Maßgeblich sind die Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Wer geht allein, wer nur im Doppelpack →
Bevor Sie eine Police abschließen (egal bei welchem Anbieter), sollten Sie diese sechs Punkte konkret nachfragen:
Wir sind Versicherungsagent und arbeiten exklusiv mit der Allianz. Wir vermitteln also ausschließlich Produkte der Allianz Elementar Versicherungs-AG und führen keinen Marktvergleich durch. Wir haben uns auf ein Produkt spezialisiert und kennen es im Detail. Wenn die Allianz für Ihre Situation nicht passt, sagen wir das. Wer bereits eine Sonderklasse-Police hat, kann den Zahnschutz je nach Anbieter dort als Ergänzung dazunehmen, etwa bei Merkur oder UNIQA. Vermitteln können wir das nicht, wir sagen Ihnen aber, wo Sie es bekommen.
Hier zeigen wir, was die beiden Allianz-Pakete leisten, mit Beitragsbeispielen (geprüft am 30. Juli 2026) und drei Modellrechnungen aus der Beratungspraxis. Maßgeblich für den Leistungsumfang sind die Versicherungsbedingungen.
Das Basis-Paket richtet sich an Menschen, die ihre Zähne in regelmäßiger Pflege haben und vor allem die Vorsorge plus kleinere Behandlungen abgesichert wissen wollen. Zahnersatz (Kronen, Brücken, Implantate) ist im Basis-Paket nicht enthalten.
Das Optimum-Paket umfasst alle vier Säulen, jeweils bis zu den vereinbarten Jahreslimits. Es kommt vor allem dann infrage, wenn Sie Zahnersatz absichern wollen oder Kinder im Haushalt sind, bei denen eine Spange möglich wird.
| Alter | Basis | Optimum | Mehrkosten Optimum |
|---|---|---|---|
| 0–18 (Kinder & Jugend) | 14,60 € | 18,78 € | + 4,18 € |
| 19 Jahre | 20,53 € | 34,58 € | + 14,05 € |
| 25 Jahre | 21,04 € | 39,81 € | + 18,77 € |
| 30 Jahre | 21,45 € | 43,86 € | + 22,41 € |
| 35 Jahre | 21,84 € | 47,53 € | + 25,69 € |
| 40 Jahre | 22,21 € | 50,70 € | + 28,49 € |
| 45 Jahre | 22,54 € | 53,20 € | + 30,66 € |
| 50 Jahre | 22,73 € | 55,74 € | + 33,01 € |
| 55 Jahre | 22,77 € | 58,72 € | + 35,95 € |
| 60 Jahre | 22,81 € | 62,20 € | + 39,39 € |
| 65 Jahre | 22,84 € | 64,71 € | + 41,87 € |
Beiträge inkl. 1 % Versicherungssteuer, geprüft am 30. Juli 2026, unverbindlich. Aufnahme von 0 bis 65 Jahren möglich. Beiträge können sich im Laufe der Vertragslaufzeit durch Beitragsanpassungen ändern. Maßgeblich ist die Berechnung im Antrag.
Die Allianz erstattet abhängig davon, ob die Krankenkasse mitzahlt:
Klaus hatte mit 47 das Optimum-Paket abgeschlossen. Mit 52 bricht ein Backenzahn ab, laut zahnärztlichem Befund ist ein Implantat vorgesehen. Rechnung gesamt: 3.000 €. Die Krankenkasse zahlt 0 €. Da Klaus im Kalenderjahr 5 ist, gilt das Zahnersatz-Limit von 3.750 €. Die Allianz erstattet in diesem Modellfall 90 % von 3.000 €, also 2.700 €. Klaus trägt 300 € selbst statt 3.000 €. Über fünf Jahre hat er bei einem Monatsbeitrag von 54,18 € insgesamt 3.250,80 € an Beiträgen gezahlt und bekommt aus diesem einen Behandlungsfall 2.700 € zurück. Dazu kommen die Vorsorge-Erstattungen der Vorjahre von bis zu 300 € pro Jahr.
Anna geht dreimal im Jahr zur professionellen Mundhygiene. Pro Sitzung 100 €, gesamt 300 € im Jahr. Die ÖGK zahlt 0 €. Mit dem Basis-Paket (21,84 €/Monat, also rund 262 € im Jahr) erstattet die Allianz die Vorsorge in diesem Modellfall bis zum Vorsorge-Limit von 300 €. In dieser Konstellation liegt die Erstattung über dem Jahresbeitrag, dazu kommt das Zahnerhalt-Limit von 650 bis 1.950 € pro Jahr je nach Kalenderjahr.
Linas Kieferorthopäde stellt einen mittleren Engstand fest: IOTN-Schweregrad 3. Die ÖGK zahlt hier nichts (Gratis-Spange erst ab Grad 4). Eine festsitzende Spange über 3 Jahre kostet in diesem Beispiel 4.500 €. Mit dem Optimum-Paket (für Kinder 18,78 €/Monat, geprüft am 30. Juli 2026) erstattet die Allianz bis zu 1.300 € pro Jahr, über drei Jahre also bis zu 3.900 €. Im Modellfall bleiben rund 600 € bei den Eltern statt 4.500 €. Die Zahnspangen-Leistung gibt es einmalig während der Versicherungsdauer, für insgesamt maximal vier aufeinanderfolgende Jahre. Die drei Behandlungsjahre liegen also innerhalb der Leistungsdauer, mehr als 4 × 1.300 €, also 5.200 €, sind nicht möglich. Quelle: Allianz Leistungsübersicht und Produktunterlagen, Stand Mai 2026.
Modellrechnung. Tatsächliche Erstattung abhängig von Vertragsdauer, Limit-Staffelung und geltendem Jahreslimit. Maßgeblich sind die AVB der Allianz Elementar Versicherungs-AG.
Für Kinder beträgt der Beitragsunterschied von Basis auf Optimum 4,18 € pro Monat, also rund 50 € im Jahr (geprüft am 30. Juli 2026). Ein Teil der Kinder braucht im Lauf der Zeit eine Zahnspange, und nicht jeder Befund erreicht Schweregrad 4, ab dem die Kasse ohne Kostenbeteiligung zahlt. Kommt es zu einer Spange bei Schweregrad 3, senkt das Optimum-Limit den Eigenanteil spürbar. Ob und welche Behandlung nötig ist, entscheidet die kieferorthopädische Abklärung.
Eine ehrliche Entscheidungslogik: Nicht für jeden ist eine Zahnzusatzversicherung das richtige Produkt. Hier eine Übersicht nach Lebenssituation.
Wer 35+ ist, mindestens einmal pro Jahr zur PZR geht und Kinder unter 18 hat, für den kann sich das Optimum-Paket nach unserer Erfahrung schon mit dem ersten größeren Behandlungsfall auszahlen. Wer unter 30 ist, gesunde Zähne hat und keine Kinder, kommt oft mit dem Basis-Paket als Vorsorge-Police aus, bis sich die Lebenssituation ändert. Das ist eine Orientierung und keine individuelle Empfehlung. Was für Sie passt, klären wir im persönlichen Gespräch.
Wir empfehlen, in drei Schritten vorzugehen:
Die zehn Fragen, die uns am häufigsten in der Beratung gestellt werden. Mit ehrlichen Antworten, nicht aus dem Marketing-Lehrbuch.
Bei Vorsorge wie professioneller Mundhygiene zahlt die ÖGK für Erwachsene 0 €. Beim abnehmbaren Zahnersatz gilt ab 1. Mai 2026 ein Eigenanteil von 20 bis 30 % der tariflichen Kosten. Kronen und Brücken sind bei der ÖGK Privatleistung, dafür ist kein Kostenzuschuss vorgesehen. Implantate übernimmt die ÖGK nicht. Eine Zahnspange wird bei der ÖGK erst ab Schweregrad 4 ohne Kostenbeteiligung übernommen. Andere Träger haben eigene Regelungen (geprüft am 30. Juli 2026).
Die Preisspanne liegt je nach Anbieter, Paket und Alter zwischen rund 14 € und 65 €/Monat. Allianz Basis startet bei 20,53 €/Monat für Erwachsene ab 19 und bei 14,60 €/Monat für Kinder bis 18, Optimum liegt für einen 35-Jährigen bei 47,53 €/Monat (geprüft am 30. Juli 2026, unverbindlich).
Bei der Allianz ist keine klassische Wartezeit vorgesehen, stattdessen gilt eine Limit-Staffelung. Vorsorge wird ab Tag 1 im Rahmen des Vorsorge-Limits erstattet. Beim Zahnersatz liegt das Limit in den ersten beiden Jahren bei 1.250 € pro Jahr und steigt bis Jahr 5 auf 3.750 € pro Jahr. Maßgeblich sind die Versicherungsbedingungen.
Nein. Beim Abschluss der Allianz Zahnversicherung sind keine Gesundheitsfragen zu beantworten. Der Zahnstatus wird nicht abgefragt und nicht geprüft. Es gibt deshalb keinen Risikozuschlag, keinen Leistungsausschluss und keine Ablehnung wegen Vorbefunden. Nicht versichert sind aber Behandlungen, die bei Vertragsbeginn bereits laufen, geplant oder angeraten sind. Bei kieferorthopädischen Behandlungen gilt zusätzlich: Ab Erstellung eines Heilkostenplans oder Kostenvoranschlags gelten alle darin genannten Maßnahmen als ärztlich angeraten und sind damit nicht mehr versichert. Andere Anbieter haben eigene Annahmeregeln.
Eine Behandlung, die zum Vertragsbeginn schon läuft oder vom Zahnarzt bereits angeraten wurde, ist nicht versichert. Wer einen Heil- und Kostenplan in der Schublade hat, kann das konkret nicht mehr „nachversichern“. Bei kieferorthopädischen Behandlungen ist das ausdrücklich geregelt: Ab Erstellung eines Heilkostenplans oder Kostenvoranschlags gelten alle darin genannten Maßnahmen als ärztlich angeraten und sind damit nicht mehr versichert. Quelle: Allianz Leistungsübersicht und Produktunterlagen, Stand Mai 2026.
Die Mindestvertragslaufzeit beträgt drei Jahre, mit drei Monaten Kündigungsfrist vor Vertragsende. Ohne Kündigung verlängert sich der Vertrag um ein weiteres Jahr. Mehrjährige Laufzeiten sind bei Zahnversicherungen üblich, weil die Erstattungs-Limits über fünf Jahre ansteigen. Die genauen Fristen stehen in Ihrem Vertrag.
Nein. Bei der Allianz Zahnzusatzversicherung ist eine Aufnahme von 0 bis 65 Jahren möglich, darüber hinaus werden keine neuen Versicherten aufgenommen. Andere Anbieter haben eigene Altersgrenzen. Ein bereits bestehender Vertrag endet mit 65 nicht, er läuft nach den Versicherungsbedingungen weiter.
Im Basis- und Optimum-Paket wird die professionelle Mundhygiene mit 100 % erstattet, bis zum Vorsorge-Jahreslimit von 300 €. Das reicht für drei Sitzungen à 100 € oder zwei Sitzungen à 150 €.
Die private Zahnzusatzversicherung läuft unabhängig von Ihrem Arbeitgeber oder Wohnort weiter. Auch ein Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse (z. B. von ÖGK zu BVAEB) ändert nichts an Ihrer privaten Police. Bei der Allianz gilt der Versicherungsschutz weltweit, und zwar nicht nur im Notfall im Ausland, sondern auch bei zahnärztlichen Behandlungen, die Sie bewusst im Ausland in Anspruch nehmen, zum Beispiel bei einem Zahnarzt in Ungarn. Bei anderen Anbietern richtet sich der Geltungsbereich nach den jeweiligen Versicherungsbedingungen. Quelle: Allianz Leistungsübersicht und Produktunterlagen, Stand Mai 2026.
Nach Annahme des Antrags durch die Allianz beginnt der Versicherungsschutz taggenau am Abschlusstag, wenn Sie vom 1. bis 14. des Monats abschließen. Bei Abschluss ab dem 15. startet der Schutz zum 1. des Folgemonats. Der Prozess bei uns: Schritt 1: Beitrag bei der Allianz berechnen, etwa zwei Minuten. Schritt 2: Wir melden uns prompt, spätestens jedoch am nächsten Werktag. Schritt 3: Abschluss per SMS-TAN auf dem Handy. Schritt 4: Polizze per E-Mail, Schutz ab Vertragsbeginn. Kein Termin vor Ort nötig.
Sie haben den Guide durchgelesen und ahnen, dass eine Zahnzusatzversicherung in Ihrer Situation Sinn macht. Dann starten Sie mit dem Weg, der zu Ihnen passt:
In 60 Sekunden fünf Fragen, danach eine erste Orientierung: Basis oder Optimum. Zum Quiz: keine Anmeldung.
Direkter Weg: Berechnung, Rückruf prompt, spätestens jedoch am nächsten Werktag, Abschluss per SMS-TAN. Zur Berechnung: Schutz ab Vertragsbeginn.
Unsere Beratung ist kostenfrei. Unsere Vergütung erhalten wir direkt von der Allianz. Sie ist bereits in Ihrem Beitrag enthalten. Sie zahlen nicht zusätzlich. Wir verkaufen nur, wenn es Sinn macht. Wenn nicht, sagen wir das ehrlich.
● Zuletzt geprüft am 31. Juli 2026 · Wird quartalsweise aktualisiert ●
Sie sehen beide Pakete nebeneinander und entscheiden danach. Keine Angaben zu Ihren Zähnen, keine Ablehnung, kein Zuschlag.
Lieber kurz reden statt klicken? Ein Anruf genügt. Wir sagen Ihnen, welches Paket zu Ihrer Situation passt. Und wenn keines passt, auch das.
In 2 Minuten wissen Sie Ihren Beitrag. Ohne Gesundheitsfragen.
Kinder bis 18 zahlen einheitlich 14,60 € im Monat, Erwachsene starten bei 20,53 €. Beratung und Vermittlung kosten Sie nichts zusätzlich. Maßgeblich ist der beim Versicherer berechnete Beitrag.