Komplett-Guide · Zahnversicherung & Zahnvorsorge · geprüft am 30. Juli 2026

Zahnzusatzversicherung Österreich: Was sie leistet, was sie kostet, ob sie sich lohnt

Der große Guide zu Zahnversicherung, Zahnzusatzversicherung und Zahnvorsorge in Österreich: mit konkreten Euro-Zahlen, ohne Versicherungs-Jargon. Was die Krankenkasse laut aktuellen Angaben zahlt, welche Kosten bei Behandlungen üblich sind, acht Anbieter im Überblick. Alle Angaben geprüft am 30. Juli 2026.

17 Minuten Lesezeit Stand 31. Juli 2026 Geprüft am 31. Juli 2026 Quartalsweise aktualisiert Autor: Michael Fabisiak Versicherungsagent · Exklusivpartner der Allianz

Wer diese Seite schreibt: Die Agentur Sturm GmbH (GISA 37489939) ist Versicherungsagent und Exklusivpartner der Allianz. Wir vermitteln ausschließlich Produkte der Allianz Elementar Versicherungs-AG und werden dafür von der Allianz vergütet. Eine ausgewogene Untersuchung des Marktes findet nicht statt. Diese Seite ist Werbung eines Versicherungsagenten und keine unabhängige Verbraucherinformation. Wer mehrere Versicherer vergleichen möchte, ist bei einem Versicherungsmakler richtig.

Das Wichtigste in 5 Punkten

Kurzfassung für Eilige

Staffelung des Zahnersatz-Jahreslimits im Allianz Optimum-Paket: 1.250 Euro im 1. und 2. Kalenderjahr, 2.500 Euro im 3. und 4., 3.750 Euro ab dem 5. Kalenderjahr.
Das Zahnersatz-Limit im Optimum-Paket wächst in zwei Schritten, mit Beginn des 3. und des 5. Kalenderjahres nach Versicherungsbeginn. Stand Mai 2026.
Erstattungslogik der Allianz Zahnzusatzversicherung: 100 Prozent bei Vorsorge bis 300 Euro im Jahr, 90 Prozent der Rechnung wenn die Kasse nichts zahlt, 100 Prozent der Restkosten wenn die Kasse einen Anteil zahlt.
Der Erstattungssatz hängt nicht von der Leistungssäule ab, sondern davon, ob die gesetzliche Krankenversicherung mitzahlt. Stand Mai 2026, es gelten die Versicherungsbedingungen.
Abschnitt 01

Was die Krankenkassen 2026 wirklich zahlen

In Österreich sind Erwerbstätige in der Regel bei einem der großen Krankenversicherungsträger pflichtversichert: ÖGK, BVAEB, SVS oder einer der städtischen Krankenfürsorgeanstalten (KFA). Was sie beim Zahnarzt zahlen, kann sich je nach Träger um mehrere hundert Euro pro Behandlung unterscheiden, selbst bei gleicher Maßnahme. Hier die Eckpunkte, geprüft am 30. Juli 2026, maßgeblich sind die jeweils gültigen Satzungen.

Direkte Antwort

Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt bei Vorsorge wenig bis nichts. Bei Zahnersatz trägt die ÖGK seit Mai 2026 weniger als zuvor. Implantate sind bei ÖGK, SVS und KFA Wien nicht enthalten, die BVAEB gewährt einen begrenzten Zuschuss. Eine Kinder-Zahnspange wird bei der ÖGK erst ab Schweregrad 4 ohne Kostenbeteiligung übernommen, bei Schweregrad 3 tragen Eltern die Kosten dort selbst (geprüft am 30. Juli 2026).

ÖGK: die größte Kasse (rund 7,5 Mio. Versicherte)

Bei der Österreichischen Gesundheitskasse sind Arbeiter, Angestellte, Pensionisten und ihre Angehörigen versichert. Die wichtigste Änderung 2026:

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Änderung ab 1. Mai 2026

Beim abnehmbaren Zahnersatz beträgt der Selbstbehalt seit 1. Mai 2026 20 bis 30 % der tariflichen Kosten. Der Selbstbehalt (auch Eigenanteil oder Zuzahlung genannt) ist der Teil der Rechnung, den Sie selbst tragen. Personen, die wegen sozialer Schutzbedürftigkeit von der Rezeptgebühr befreit sind, zahlen 20 %, alle übrigen Versicherten 30 %. Betroffen sind Prothesen, Klammerzahnkronen und Reparaturen. Kronen und Brücken sind bei der ÖGK Privatleistung, dafür ist kein Kostenzuschuss vorgesehen (Quelle: ÖGK, Zahnersatz, abgerufen am 31. Juli 2026).

Zusätzlich wurde im März 2026 die Kostenübernahme bei Zahnregulierungen und Parodontose-Therapien eingeschränkt (geprüft am 30. Juli 2026). Klären Sie den Umfang vor Behandlungsbeginn anhand des Heil- und Kostenplans mit Ihrer Zahnarztpraxis und Ihrem Träger.

BVAEB: Beamte, Eisenbahner, Bergbau

Die BVAEB hat eine andere Struktur als die ÖGK: Sie betreibt eigene Zahnambulatorien in Wien, St. Pölten, Linz, Salzburg, Feldkirch, Innsbruck, Graz, Trieben, Eisenerz und Villach. Behandlungen dort sind in der Regel günstiger oder kostenfrei. Die wichtigsten Eckpunkte:

SVS: Selbstständige, Gewerbetreibende, Bauern

Wer als Unternehmer:in, Freelancer:in oder Landwirt:in pflichtversichert ist, fällt unter die SVS. Hier gibt es eine Besonderheit, die viele nicht kennen:

Wenig bekannt bei der SVS

Die SVS gewährt für Behandlungen ab 2026 einen freiwilligen Zuschuss von 250 € pro Zahnstelle bei festsitzendem Zahnersatz (Brücke, Stiftzahn, Krone), wenn in den letzten fünf Kalenderjahren mindestens drei Mundhygiene-Sitzungen dokumentiert sind (geprüft am 30. Juli 2026). Eine dokumentierte Mundhygiene ist damit Voraussetzung für den Zuschuss. Über die Höhe im Einzelfall entscheidet die SVS.

KFA Wien: Krankenfürsorgeanstalt der Stadt Wien

Bedienstete der Stadt Wien sind in der KFA Wien versichert. Sie unterscheidet sich von der ÖGK in einem wichtigen Punkt: Sie zahlt seit April 2025 eine Mundhygiene-Sitzung für Erwachsene. Nach unserer Recherche ist sie damit unter den großen Trägern die Ausnahme (geprüft am 30. Juli 2026).

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KFA Wien: Mundhygiene seit 1. April 2025

Erwachsene Mitglieder der KFA Wien haben seit 1. April 2025 einmal pro Kalenderjahr Anspruch auf eine professionelle Mundhygiene. Die KFA Wien übernimmt 92 €, der Selbstbehalt im Vertragsbereich beträgt 23 € (Quelle: KFA Wien, Zahngesundheit, abgerufen am 31. Juli 2026).

Vergleich auf einen Blick

Kurz gesagt (geprüft am 31. Juli 2026): Die ÖGK zahlt bei Mundhygiene für Erwachsene 0 €, beim Implantat 0 € und bei Kronen und Brücken 0 €, weil festsitzender Zahnersatz dort Privatleistung ist. Beim abnehmbaren Zahnersatz trägt sie den Tarif abzüglich 20 bis 30 % Selbstbehalt. Von den hier verglichenen Trägern gewährt nur die BVAEB einen Implantat-Zuschuss (80 % der tatsächlichen Kosten, max. 350 €). Die SVS gibt 250 € pro Zahnstelle bei festsitzendem Zahnersatz, wenn der Mundhygiene-Nachweis vorliegt. Die KFA Wien zahlt eine Mundhygiene-Sitzung pro Kalenderjahr für Erwachsene (Selbstbehalt 23 €).

Kassenleistung bei Mundhygiene, Krone, Implantat und Zahnspange: ÖGK, BVAEB, SVS und KFA Wien im Vergleich, Stand Mai 2026
Leistung ÖGK BVAEB SVS KFA Wien
Mundhygiene Erwachsene 0 € nur in eigenen Ambulatorien 0 € 1×/Jahr, 23 € Eigenanteil
Mundhygiene Kinder 10–18 1×/Jahr 2×/Jahr 1×/Jahr 1×/Jahr
Krone (festsitzend) 0 €, Privatleistung 80 %, max. 200 € 250 € pro Zahnstelle nach Tarif
Implantat 0 € 80 %, max. 350 € 0 € 0 €
Spange Grad 4 bis 5 ohne Kostenbeteiligung ohne Kostenbeteiligung ohne Kostenbeteiligung ohne Kostenbeteiligung
Spange Grad 3 0 € bis 3.500 € Zuschuss 0 € 0 €

Quellen: ÖGK Zahnbehandlung · BVAEB Zahnbehandlung & Mundhygiene · SVS Zahnersatz · KFA Wien Zahngesundheit. Stand: 30. Juli 2026.

Abschnitt 02

Echte Behandlungskosten in Österreich 2026

Zahnärztliche Honorare sind in Österreich nicht gesetzlich gedeckelt. Sie variieren regional, je nach Praxis und Material. Diese Tabelle zeigt übliche Preisspannen für häufige Behandlungen auf Basis öffentlich verfügbarer Markt- und ÖGK-Tarifdaten (geprüft am 30. Juli 2026). Die Werte sind Orientierungswerte und ersetzen keinen Kostenvoranschlag Ihrer Zahnarztpraxis.

Die wichtigsten Preisspannen auf einen Blick, regional unterschiedlich (geprüft am 30. Juli 2026): Eine Mundhygiene kostet üblicherweise 50 bis 270 €. Eine Wurzelbehandlung mit drei Kanälen 700 bis 1.800 €. Eine Vollkeramik-Krone 800 bis 1.500 €. Ein Implantat samt Krone 2.500 bis 4.000 €. Eine Kinder-Zahnspange bei Schweregrad 3 zwischen 3.500 und 6.000 €. Aligner (Invisalign) 4.000 bis 7.000 €. Was Ihre Behandlung kostet, steht im Heil- und Kostenplan Ihrer Praxis.

Zahnbehandlungen in Österreich: Preisspanne, Mittelwert, Kassenanteil und realer Eigenanteil für 10 Behandlungen, Richtwerte Stand Mai 2026
Behandlung Preisspanne Mittel Kasse zahlt Realer Eigenanteil
Professionelle Mundhygiene 50–270 € 100 € 0 € (Erwachsene) 100 €
Einfache Füllung 30–150 € 80 € Tarif weitgehend 0–40 €
Wurzelbehandlung (1 Kanal) 300–700 € 450 € Teil-Tarif 200–400 €
Wurzelbehandlung (3–4 Kanäle) 700–1.800 € 1.100 € Teil-Tarif 500–1.300 €
Krone (Vollkeramik) 800–1.500 € 1.100 € ÖGK 0 €, BVAEB max. 200 €, SVS 250 € 800–1.500 €
Brücke (3 Glieder, Vollkeramik) 1.400–2.800 € 2.000 € ÖGK 0 €, BVAEB max. 200 € pro Glied 1.400–2.800 €
Implantat (gesamt: Diagnostik + Setzung + Krone) 2.500–4.000 € 3.200 € 0 € (außer BVAEB: max. 350 €) 2.500–4.000 €
+ Knochenaufbau (optional) 600–1.500 € 1.000 € 0 € 600–1.500 €
Zahnspange Kind (gesamt, festsitzend) 3.500–6.000 € 4.500 € Grad 4–5: voll · Grad 3: 0 € Grad 3: 3.500–6.000 €
Aligner (z. B. Invisalign) 4.000–7.000 € 5.500 € 0 € 4.000–7.000 €

Implantat-Kosten und Kronen-Kosten nach Stadt

Für ein Implantat in Wien liegen die uns vorliegenden Angebote im Schnitt 300 bis 800 € über denen in Linz oder Graz. Praxen in Wien, Salzburg und Innsbruck liegen im Durchschnitt 10 bis 25 % über Praxen in Niederösterreich, Burgenland oder dem Mühlviertel (geprüft am 30. Juli 2026, Auswertung öffentlich verfügbarer Kostenvoranschläge). Auf Material oder Behandlungsqualität lässt das keinen Rückschluss zu, die Preise hängen unter anderem von Miete, Personal und Ausstattung ab.

Implantat, Vollkeramik-Krone und Mundhygiene: Preisspannen in 7 österreichischen Städten und am Land, Richtwerte Stand Mai 2026
Stadt Implantat (gesamt) Vollkeramik-Krone Mundhygiene
Wien3.000–4.000 €1.100–1.500 €90–180 €
Salzburg2.900–3.800 €1.050–1.400 €85–160 €
Innsbruck2.800–3.700 €1.000–1.400 €80–150 €
Linz2.600–3.400 €950–1.300 €75–140 €
Graz2.500–3.300 €900–1.250 €75–135 €
Klagenfurt2.500–3.300 €900–1.250 €70–130 €
St. Pölten2.400–3.200 €880–1.200 €70–130 €
Land/Bezirk2.300–3.100 €850–1.150 €60–120 €

Stand: 30. Juli 2026. Durchschnittliche Marktpreise auf Basis öffentlich verfügbarer Kostenvoranschläge und Praxisangaben. Im Einzelfall können die Preise abweichen.

Was die Tabelle nicht zeigt

Was in fast keiner Rechnung steht: Nachfolgekosten. Als Erfahrungswerte werden für eine Krone 12 bis 15 Jahre und für ein Implantat 15 bis 20 Jahre genannt. Wie lange eine Versorgung tatsächlich hält, ist individuell verschieden und hängt von Befund, Pflege und Behandlung ab, das klärt Ihre Zahnarztpraxis. Eine Zahnzusatzversicherung greift im Rahmen der vereinbarten Limits auch bei späteren Behandlungen, solange der Vertrag durchgehend läuft. Behandlungen, die bei Vertragsbeginn schon laufen oder angeraten sind, bleiben ausgeschlossen.

Was bleibt unterm Strich

Für ein Implantat ohne Kassenleistung liegt der Eigenanteil im Mittel bei rund 3.200 €. Bei einer Krone tragen ÖGK-Versicherte die Rechnung selbst, also rund 800 bis 1.500 €, weil festsitzender Zahnersatz dort Privatleistung ist. Bei einer Spange in Schweregrad 3 sind es rund 4.500 €. Das sind Mittelwerte aus der Tabelle oben (geprüft am 31. Juli 2026), im Einzelfall kann der Betrag darüber oder darunter liegen.

Abschnitt 03

Was eine Zahnzusatzversicherung leistet: die 4 Säulen

Egal welcher Anbieter, eine Zahnzusatzversicherung in Österreich deckt vier Bereiche ab. Wie viel pro Bereich erstattet wird, ob mit oder ohne Wartezeit, hängt vom gewählten Paket ab. Hier die vier Säulen mit konkreten Inhalten.

01

Vorsorge

Professionelle Mundhygiene (PZR), Kariesvorbeugung, Fluoridierung, Fissurenversiegelung, medizinisches Bleaching, Sportschutzschiene. Wird in der Regel zu 100 % bis zum Jahreslimit erstattet.

02

Zahnerhalt

Hochwertige Füllungen (Composite, Inlays), Wurzelbehandlungen, Parodontitis-Therapie, Zahnentfernungen, Knirschschienen inkl. Röntgen, Anästhesie und Provisorien.

03

Zahnersatz

Kronen (auch keramisch verblendet), Teilkronen, Stiftzähne, Brücken, Implantate inkl. Implantat-Kronen, Knochenaufbau, Teil- und Vollprothesen, Reparaturen, Provisorien.

04

Kieferregulierung

Zahnspangen für Kinder und Jugendliche ab medizinisch notwendigem Schweregrad 3, je nach Paket auch dann, wenn die Krankenkasse nichts zahlt. Festsitzende und herausnehmbare Spangen, Retentionsgeräte. Umfang und Höchstbeträge richten sich nach den Versicherungsbedingungen.

Welche Säulen abgedeckt sind, hängt vom Paket ab

Fast alle Anbieter in Österreich unterscheiden zwischen einem Basis-Paket (Vorsorge + Zahnerhalt, ohne Zahnersatz) und einem Premium-/Optimum-Paket (alle vier Säulen). Die genauen Bezeichnungen variieren: Allianz nennt es Basis und Optimum, Donau Securmed Zahn 60 und Zahn 80, Generali MedCare smart Zahn und MedCare Zahn.

Wer junge, gesunde Zähne hat und vor allem Vorsorge mitversichern will, zahlt für ein Basis-Paket weniger. Wer Zahnersatz absichern oder Kinder mit möglichem Spangenbedarf mitversichern will, braucht dafür ein Optimum- oder Premium-Paket. Behandlungen, die bereits angeraten sind, lassen sich nicht mehr versichern.

Was die Säulen wert sind

Ein Zahnerhalt-Limit von 1.950 € pro Jahr deckt eine Wurzelbehandlung mit 3 Kanälen in vielen Fällen ab, sofern die Staffelstufe bereits erreicht ist. Beim Zahnersatz im Optimum gilt das Zahnersatz-Jahreslimit von höchstens 3.750 €: Zahlt die Kasse nichts dazu, erstattet die Allianz 90 % der Rechnung, zahlt die Kasse einen Anteil, 100 % der Restkosten. Der Beitragsunterschied von Basis zu Optimum liegt bei der Allianz je nach Alter zwischen rund 4 und 42 € pro Monat (geprüft am 30. Juli 2026).

Abschnitt 04

Wie funktioniert eine Zahnzusatzversicherung? Limits, Staffelung, Erstattung

Hier kommt der Teil, an dem die meisten Menschen aussteigen, weil ihn niemand verständlich erklärt. Wir machen das jetzt anders. In drei einfachen Regeln und einer Beispielrechnung.

Die 3 Erstattungs-Regeln

Bei der Allianz gilt dieses Prinzip, andere Anbieter arbeiten teils mit festen Erstattungsquoten. Die Erstattung hängt davon ab, ob die Krankenkasse mitzahlt:

  1. Bei Vorsorge: 100 % der Rechnung wird erstattet, bis zum Jahreslimit für Vorsorge (Allianz: 300 €/Jahr).
  2. Bei Behandlungen ohne Kassen-Leistung (z. B. Krone, Brücke, Implantat, Spange Grad 3, hochwertige Composite-Füllung): 90 % der Rechnung wird erstattet, bis zum jeweiligen Jahreslimit.
  3. Bei Behandlungen mit Kassen-Zuschuss (z. B. Wurzelbehandlung, abnehmbare Prothese): Die Versicherung übernimmt 100 % der Restkosten, also alles, was nach Kassen-Anteil noch offen ist, bis zum Jahreslimit.

Beispielrechnung: Wurzelbehandlung mit Krone

Frau M., 42, ist bei der ÖGK versichert und lässt sich einen Backenzahn rekonstruieren. Wurzelbehandlung und Krone, Rechnung gesamt 1.800 €. Zur Wurzelbehandlung steuert die ÖGK einen Teil-Tarif bei, zur Krone nichts, weil festsitzender Zahnersatz dort Privatleistung ist. Mit Allianz Optimum-Police:

Modellrechnung. Tatsächliche Erstattung abhängig von Vertragsdauer, Limit-Staffelung und geltendem Jahreslimit. Maßgeblich sind die AVB der Allianz Elementar Versicherungs-AG.

Was ist ein Jahreslimit?

Jede Versicherung hat ein maximales Erstattungs-Limit pro Kalenderjahr, getrennt nach Säule. Das bedeutet: Selbst wenn Sie in einem Jahr eine sehr teure Behandlung machen, deckt die Versicherung nicht mehr als das Jahreslimit ab. Die Allianz-Limits zum Beispiel:

Allianz Meine Zahnversicherung: Jahreslimits je Leistungssäule in Basis und Optimum, pro Kalenderjahr, Stand Mai 2026
Säule Basis Optimum
Vorsorge 300 €/Jahr 300 €/Jahr
Zahnerhalt bis 1.950 €/Jahr (gestaffelt) bis 1.950 €/Jahr (sofort voll)
Zahnersatz nicht abgedeckt bis 3.750 €/Jahr (gestaffelt)
Zahnspange
einmalig während der Versicherungsdauer, max. 4 aufeinanderfolgende Jahre
bis 650 €/Jahr ab IOTN-Stufe 3, in Summe bis 2.600 € bis 1.300 €/Jahr ab IOTN-Stufe 3, in Summe bis 5.200 €

Was bedeutet „Staffelung“?

Bei den meisten österreichischen Anbietern beginnt das Jahreslimit für Zahnersatz nicht sofort in voller Höhe. Es läuft über die ersten Jahre hoch. Bei der Allianz sieht das so aus:

Allianz Meine Zahnversicherung: Staffelung der Jahreslimits für Zahnersatz (Optimum) und Zahnerhalt (Basis) nach Kalenderjahr
Kalenderjahr Zahnersatz-Limit (Optimum) Zahnerhalt-Limit (Basis)
Jahr 1 + 2 1.250 €/Jahr 650 €/Jahr
Jahr 3 + 4 2.500 €/Jahr 1.300 €/Jahr
Ab Jahr 5 3.750 €/Jahr 1.950 €/Jahr

Heißt konkret: Wer 2026 abschließt und 2028 ein Implantat braucht (Kalenderjahr 3), erhält höchstens 2.500 € erstattet. Wer 2031 ein Implantat braucht (Jahr 6), erhält höchstens 3.750 €. Je früher der Vertrag beginnt, desto früher steht das volle Limit zur Verfügung.

Hinweis: Wer unterjährig abschließt (z. B. im August), bekommt für das laufende Kalenderjahr trotzdem das volle Jahreslimit der jeweiligen Stufe. Nicht anteilig.

Was bedeutet „Wartezeit“?

In Deutschland sind Wartezeiten von 3 bis 8 Monaten Standard. In Österreich werden Wartezeiten zunehmend durch die Staffelung ersetzt: Statt 8 Monate Sperre für Implantate gibt es eine Limit-Staffel, die mit jedem Kalenderjahr steigt. Bei der Allianz Zahnversicherung gilt:

Was die Versicherung NICHT abdeckt

Diese Punkte sollte jeder kennen, bevor er abschließt. Quelle: Allianz Leistungsübersicht und Produktunterlagen, Stand Mai 2026.

Das Wichtigste in einem Satz

Je nach Anbieter und Paket wird ein Teil der Behandlungskosten erstattet, bei der Allianz 90 bis 100 % bis zum jeweiligen Jahreslimit, bei Zahnersatz gestaffelt über die ersten 5 Jahre. Sie ist eine Absicherung für künftige Behandlungen, keine Lösung für aktuelle Probleme. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen.

Abschnitt 05

Die Anbieter am österreichischen Markt

Wir haben acht österreichische Versicherer geprüft, sieben davon führen ein Zahnprodukt. Eigenständig, also ohne zweiten Vertrag abschließbar, sind davon zwei: die Allianz und die ERGO. UNIQA, Wiener Städtische, Generali und Donau setzen jeweils eine Sonderklasse-, Spital- oder Krankenhauskosten-Versicherung im eigenen Haus voraus. Bei der Merkur ließ sich die Abschlussvoraussetzung aus keiner offiziellen Quelle belegen. Bei der ARAG war kein Zahnprodukt auffindbar. Alle Angaben zu Mitbewerbern stammen aus den offiziellen Produktseiten und Produktunterlagen der Anbieter, geprüft am 31. Juli 2026, ERGO zuletzt am 4. August 2026, ohne Gewähr. Maßgeblich sind die Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Wer geht allein, wer nur im Doppelpack →

Allianz Meine Zahnversicherung
  • Pakete: Basis · Optimum
  • Beitrag: ab 20,53 €/Monat für Erwachsene ab 19, ab 14,60 €/Monat für Kinder bis 18
  • Wartezeit: keine, stattdessen Limit-Staffelung über 5 Kalenderjahre
  • Abschluss: eigenständig, kein zweiter Vertrag nötig, keine Gesundheitsfragen, Aufnahme 0 bis 65 Jahre
ERGO Zahnerhalt · Zahnersatz
  • Pakete: zwei getrennte Verträge: Zahnerhalt-Versicherung und Zahnersatz-Versicherung
  • Beitrag: nicht öffentlich belegt
  • Wartezeit: für Erwachsene keine, für Kinder 8 Monate bei Kieferregulierung
  • Abschluss: eigenständig. Die Produktseite wirbt mit „ohne teurer Hauptversicherung“. Limits laufen pro Versicherungsjahr
UNIQA Zahnarzt-Versicherung
  • Pakete: Zahnarzt-Versicherung, Erstattungssatz 50 % oder 80 % nach Wahl
  • Beitrag: nicht öffentlich belegt
  • Wartezeit: 8 Monate laut Produktinformationsblatt
  • Abschluss: nur gemeinsam mit einer Sonderklasseversicherung. Wörtlich: „Bei Stornierung der Sonderklasseversicherung entfällt auch dieses Produkt.“
Wiener Städtische sorgenfreies.lächeln
  • Pakete: sorgenfreies.lächeln.basis und .premium
  • Beitrag: nicht öffentlich belegt
  • Wartezeit: 6 Monate, nach Unfällen keine
  • Abschluss: die FAQ nennt das Bestehen oder den gleichzeitigen Abschluss einer Krankenhauskosten-Versicherung als Voraussetzung
Generali MedCare: Zahn
  • Pakete: MedCare: Zahn (80 % pro Rechnung) · MedCare: smart Zahn (60 % pro Rechnung)
  • Beitrag: nicht öffentlich belegt
  • Wartezeit: keine, laut Anbieter in allen Zahntarifen
  • Abschluss: nur in Kombination mit einem Tarif für stationäre Heilbehandlungen. Bei der Antragstellung sind Gesundheitsfragen zu beantworten
Donau Securmed Zahn
  • Pakete: Securmed Zahn 60 · Securmed Zahn 80
  • Beitrag: nicht öffentlich belegt
  • Erstattung: 60 % bzw. 80 % bis zur jeweiligen Jahreshöchstleistung, ab Jahr 5 höchstens 3.120 € bzw. 4.160 €
  • Abschluss: eine Sonderklasseversicherung der Donau muss bestehen oder gleichzeitig abgeschlossen werden. Laut Anbieter ohne Gesundheitsfragen, Eintritt 0 bis 70 Jahre, Wartezeit 6 Monate, bei Unfall keine
Merkur Zusatzmodul
  • Pakete: eine Zahnversicherung erscheint als Zusatzmodul zur Sonderklasse
  • Beitrag: nicht öffentlich belegt
  • Wartezeit: nicht öffentlich belegt
  • Abschluss: nicht belegbar. Am 31. Juli 2026 war keine offizielle Produktseite zur Merkur Zahnversicherung abrufbar, deshalb steht hier keine Angabe
ARAG kein Zahnprodukt gefunden
  • Pakete: am 31. Juli 2026 war auf arag.at kein eigenes Zahnprodukt für Österreich auffindbar
  • Beitrag: entfällt
  • Wartezeit: entfällt
  • Hinweis: die ARAG bleibt in dieser Übersicht genannt, damit nachvollziehbar ist, welche Anbieter wir geprüft haben

Was Sie bei jedem Anbieter prüfen sollten

Bevor Sie eine Police abschließen (egal bei welchem Anbieter), sollten Sie diese sechs Punkte konkret nachfragen:

Unsere Position als Vermittler

Wir sind Versicherungsagent und arbeiten exklusiv mit der Allianz. Wir vermitteln also ausschließlich Produkte der Allianz Elementar Versicherungs-AG und führen keinen Marktvergleich durch. Wir haben uns auf ein Produkt spezialisiert und kennen es im Detail. Wenn die Allianz für Ihre Situation nicht passt, sagen wir das. Wer bereits eine Sonderklasse-Police hat, kann den Zahnschutz je nach Anbieter dort als Ergänzung dazunehmen, etwa bei Merkur oder UNIQA. Vermitteln können wir das nicht, wir sagen Ihnen aber, wo Sie es bekommen.

Abschnitt 06

Die Allianz „Meine Zahnversicherung“ im Detail

Hier zeigen wir, was die beiden Allianz-Pakete leisten, mit Beitragsbeispielen (geprüft am 30. Juli 2026) und drei Modellrechnungen aus der Beratungspraxis. Maßgeblich für den Leistungsumfang sind die Versicherungsbedingungen.

Basis-Paket: für gesunde Zähne und Vorsorge-Fokus

Das Basis-Paket richtet sich an Menschen, die ihre Zähne in regelmäßiger Pflege haben und vor allem die Vorsorge plus kleinere Behandlungen abgesichert wissen wollen. Zahnersatz (Kronen, Brücken, Implantate) ist im Basis-Paket nicht enthalten.

Optimum-Paket: für ernsthafte Absicherung

Das Optimum-Paket umfasst alle vier Säulen, jeweils bis zu den vereinbarten Jahreslimits. Es kommt vor allem dann infrage, wenn Sie Zahnersatz absichern wollen oder Kinder im Haushalt sind, bei denen eine Spange möglich wird.

Beiträge nach Alter (geprüft am 30. Juli 2026)

Allianz Meine Zahnversicherung: Monatsbeitrag Basis und Optimum nach Eintrittsalter, inkl. 1 % Versicherungssteuer, geprüft am 30. Juli 2026
Alter Basis Optimum Mehrkosten Optimum
0–18 (Kinder & Jugend)14,60 €18,78 €+ 4,18 €
19 Jahre20,53 €34,58 €+ 14,05 €
25 Jahre21,04 €39,81 €+ 18,77 €
30 Jahre21,45 €43,86 €+ 22,41 €
35 Jahre21,84 €47,53 €+ 25,69 €
40 Jahre22,21 €50,70 €+ 28,49 €
45 Jahre22,54 €53,20 €+ 30,66 €
50 Jahre22,73 €55,74 €+ 33,01 €
55 Jahre22,77 €58,72 €+ 35,95 €
60 Jahre22,81 €62,20 €+ 39,39 €
65 Jahre22,84 €64,71 €+ 41,87 €

Beiträge inkl. 1 % Versicherungssteuer, geprüft am 30. Juli 2026, unverbindlich. Aufnahme von 0 bis 65 Jahren möglich. Beiträge können sich im Laufe der Vertragslaufzeit durch Beitragsanpassungen ändern. Maßgeblich ist die Berechnung im Antrag.

Erstattungs-Logik in 3 Regeln

Die Allianz erstattet abhängig davon, ob die Krankenkasse mitzahlt:

  1. Vorsorge: 100 % der Rechnung, bis 300 €/Jahr
  2. Behandlungen ohne Kassen-Leistung (z. B. Krone, Brücke, Implantat, Privatspange): 90 % der Rechnung, bis Jahreslimit
  3. Behandlungen mit Kassen-Zuschuss (z. B. Wurzelbehandlung, abnehmbare Prothese): 100 % der Restkosten, bis Jahreslimit

Drei Beispielrechnungen aus der Beratung

Klaus, 52, Backenzahn bricht

Klaus hatte mit 47 das Optimum-Paket abgeschlossen. Mit 52 bricht ein Backenzahn ab, laut zahnärztlichem Befund ist ein Implantat vorgesehen. Rechnung gesamt: 3.000 €. Die Krankenkasse zahlt 0 €. Da Klaus im Kalenderjahr 5 ist, gilt das Zahnersatz-Limit von 3.750 €. Die Allianz erstattet in diesem Modellfall 90 % von 3.000 €, also 2.700 €. Klaus trägt 300 € selbst statt 3.000 €. Über fünf Jahre hat er bei einem Monatsbeitrag von 54,18 € insgesamt 3.250,80 € an Beiträgen gezahlt und bekommt aus diesem einen Behandlungsfall 2.700 € zurück. Dazu kommen die Vorsorge-Erstattungen der Vorjahre von bis zu 300 € pro Jahr.

Anna, 35, regelmäßige Mundhygiene

Anna geht dreimal im Jahr zur professionellen Mundhygiene. Pro Sitzung 100 €, gesamt 300 € im Jahr. Die ÖGK zahlt 0 €. Mit dem Basis-Paket (21,84 €/Monat, also rund 262 € im Jahr) erstattet die Allianz die Vorsorge in diesem Modellfall bis zum Vorsorge-Limit von 300 €. In dieser Konstellation liegt die Erstattung über dem Jahresbeitrag, dazu kommt das Zahnerhalt-Limit von 650 bis 1.950 € pro Jahr je nach Kalenderjahr.

Lina, 12, Zahnspange bei Schweregrad 3

Linas Kieferorthopäde stellt einen mittleren Engstand fest: IOTN-Schweregrad 3. Die ÖGK zahlt hier nichts (Gratis-Spange erst ab Grad 4). Eine festsitzende Spange über 3 Jahre kostet in diesem Beispiel 4.500 €. Mit dem Optimum-Paket (für Kinder 18,78 €/Monat, geprüft am 30. Juli 2026) erstattet die Allianz bis zu 1.300 € pro Jahr, über drei Jahre also bis zu 3.900 €. Im Modellfall bleiben rund 600 € bei den Eltern statt 4.500 €. Die Zahnspangen-Leistung gibt es einmalig während der Versicherungsdauer, für insgesamt maximal vier aufeinanderfolgende Jahre. Die drei Behandlungsjahre liegen also innerhalb der Leistungsdauer, mehr als 4 × 1.300 €, also 5.200 €, sind nicht möglich. Quelle: Allianz Leistungsübersicht und Produktunterlagen, Stand Mai 2026.

Modellrechnung. Tatsächliche Erstattung abhängig von Vertragsdauer, Limit-Staffelung und geltendem Jahreslimit. Maßgeblich sind die AVB der Allianz Elementar Versicherungs-AG.

Optimum für Kinder im Vergleich

Für Kinder beträgt der Beitragsunterschied von Basis auf Optimum 4,18 € pro Monat, also rund 50 € im Jahr (geprüft am 30. Juli 2026). Ein Teil der Kinder braucht im Lauf der Zeit eine Zahnspange, und nicht jeder Befund erreicht Schweregrad 4, ab dem die Kasse ohne Kostenbeteiligung zahlt. Kommt es zu einer Spange bei Schweregrad 3, senkt das Optimum-Limit den Eigenanteil spürbar. Ob und welche Behandlung nötig ist, entscheidet die kieferorthopädische Abklärung.

Abschnitt 07

Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung für mich?

Eine ehrliche Entscheidungslogik: Nicht für jeden ist eine Zahnzusatzversicherung das richtige Produkt. Hier eine Übersicht nach Lebenssituation.

Für wen es sich besonders lohnt

Für wen es sich weniger lohnt

Die Faustregel

Faustregel für die Entscheidung

Wer 35+ ist, mindestens einmal pro Jahr zur PZR geht und Kinder unter 18 hat, für den kann sich das Optimum-Paket nach unserer Erfahrung schon mit dem ersten größeren Behandlungsfall auszahlen. Wer unter 30 ist, gesunde Zähne hat und keine Kinder, kommt oft mit dem Basis-Paket als Vorsorge-Police aus, bis sich die Lebenssituation ändert. Das ist eine Orientierung und keine individuelle Empfehlung. Was für Sie passt, klären wir im persönlichen Gespräch.

Was Sie konkret tun können

Wir empfehlen, in drei Schritten vorzugehen:

  1. Beitrag berechnen: Sehen Sie in der Beitragsübersicht auf der Startseite, was Basis und Optimum für typische Altersstufen kosten.
  2. Quiz machen: Der 60-Sekunden-Check gibt Ihnen eine erste Orientierung, ob Basis oder Optimum zu Ihrer Situation passt. Er ersetzt kein Beratungsgespräch.
  3. Beitrag berechnen: Wenn Sie ernsthaft überlegen, berechnen Sie Ihren Beitrag und fordern den Kontakt an. Wir melden uns prompt, spätestens jedoch am nächsten Werktag und klären Ihre offenen Punkte vor einem Abschluss.
Abschnitt 08

Häufige Fragen zur Zahnzusatzversicherung Österreich

Die zehn Fragen, die uns am häufigsten in der Beratung gestellt werden. Mit ehrlichen Antworten, nicht aus dem Marketing-Lehrbuch.

Was zahlt die Krankenkasse 2026 beim Zahnarzt?

Bei Vorsorge wie professioneller Mundhygiene zahlt die ÖGK für Erwachsene 0 €. Beim abnehmbaren Zahnersatz gilt ab 1. Mai 2026 ein Eigenanteil von 20 bis 30 % der tariflichen Kosten. Kronen und Brücken sind bei der ÖGK Privatleistung, dafür ist kein Kostenzuschuss vorgesehen. Implantate übernimmt die ÖGK nicht. Eine Zahnspange wird bei der ÖGK erst ab Schweregrad 4 ohne Kostenbeteiligung übernommen. Andere Träger haben eigene Regelungen (geprüft am 30. Juli 2026).

Was kostet eine Zahnzusatzversicherung in Österreich?

Die Preisspanne liegt je nach Anbieter, Paket und Alter zwischen rund 14 € und 65 €/Monat. Allianz Basis startet bei 20,53 €/Monat für Erwachsene ab 19 und bei 14,60 €/Monat für Kinder bis 18, Optimum liegt für einen 35-Jährigen bei 47,53 €/Monat (geprüft am 30. Juli 2026, unverbindlich).

Gibt es eine Wartezeit?

Bei der Allianz ist keine klassische Wartezeit vorgesehen, stattdessen gilt eine Limit-Staffelung. Vorsorge wird ab Tag 1 im Rahmen des Vorsorge-Limits erstattet. Beim Zahnersatz liegt das Limit in den ersten beiden Jahren bei 1.250 € pro Jahr und steigt bis Jahr 5 auf 3.750 € pro Jahr. Maßgeblich sind die Versicherungsbedingungen.

Werden Vorerkrankungen bei der Allianz geprüft?

Nein. Beim Abschluss der Allianz Zahnversicherung sind keine Gesundheitsfragen zu beantworten. Der Zahnstatus wird nicht abgefragt und nicht geprüft. Es gibt deshalb keinen Risikozuschlag, keinen Leistungsausschluss und keine Ablehnung wegen Vorbefunden. Nicht versichert sind aber Behandlungen, die bei Vertragsbeginn bereits laufen, geplant oder angeraten sind. Bei kieferorthopädischen Behandlungen gilt zusätzlich: Ab Erstellung eines Heilkostenplans oder Kostenvoranschlags gelten alle darin genannten Maßnahmen als ärztlich angeraten und sind damit nicht mehr versichert. Andere Anbieter haben eigene Annahmeregeln.

Was passiert, wenn ich gerade in Behandlung bin?

Eine Behandlung, die zum Vertragsbeginn schon läuft oder vom Zahnarzt bereits angeraten wurde, ist nicht versichert. Wer einen Heil- und Kostenplan in der Schublade hat, kann das konkret nicht mehr „nachversichern“. Bei kieferorthopädischen Behandlungen ist das ausdrücklich geregelt: Ab Erstellung eines Heilkostenplans oder Kostenvoranschlags gelten alle darin genannten Maßnahmen als ärztlich angeraten und sind damit nicht mehr versichert. Quelle: Allianz Leistungsübersicht und Produktunterlagen, Stand Mai 2026.

Wie lange bin ich gebunden?

Die Mindestvertragslaufzeit beträgt drei Jahre, mit drei Monaten Kündigungsfrist vor Vertragsende. Ohne Kündigung verlängert sich der Vertrag um ein weiteres Jahr. Mehrjährige Laufzeiten sind bei Zahnversicherungen üblich, weil die Erstattungs-Limits über fünf Jahre ansteigen. Die genauen Fristen stehen in Ihrem Vertrag.

Kann ich auch mit über 65 abschließen?

Nein. Bei der Allianz Zahnzusatzversicherung ist eine Aufnahme von 0 bis 65 Jahren möglich, darüber hinaus werden keine neuen Versicherten aufgenommen. Andere Anbieter haben eigene Altersgrenzen. Ein bereits bestehender Vertrag endet mit 65 nicht, er läuft nach den Versicherungsbedingungen weiter.

Wird die professionelle Mundhygiene voll erstattet?

Im Basis- und Optimum-Paket wird die professionelle Mundhygiene mit 100 % erstattet, bis zum Vorsorge-Jahreslimit von 300 €. Das reicht für drei Sitzungen à 100 € oder zwei Sitzungen à 150 €.

Was, wenn ich umziehe oder den Arbeitgeber wechsle?

Die private Zahnzusatzversicherung läuft unabhängig von Ihrem Arbeitgeber oder Wohnort weiter. Auch ein Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse (z. B. von ÖGK zu BVAEB) ändert nichts an Ihrer privaten Police. Bei der Allianz gilt der Versicherungsschutz weltweit, und zwar nicht nur im Notfall im Ausland, sondern auch bei zahnärztlichen Behandlungen, die Sie bewusst im Ausland in Anspruch nehmen, zum Beispiel bei einem Zahnarzt in Ungarn. Bei anderen Anbietern richtet sich der Geltungsbereich nach den jeweiligen Versicherungsbedingungen. Quelle: Allianz Leistungsübersicht und Produktunterlagen, Stand Mai 2026.

Ab wann bin ich nach Anfrage versichert?

Nach Annahme des Antrags durch die Allianz beginnt der Versicherungsschutz taggenau am Abschlusstag, wenn Sie vom 1. bis 14. des Monats abschließen. Bei Abschluss ab dem 15. startet der Schutz zum 1. des Folgemonats. Der Prozess bei uns: Schritt 1: Beitrag bei der Allianz berechnen, etwa zwei Minuten. Schritt 2: Wir melden uns prompt, spätestens jedoch am nächsten Werktag. Schritt 3: Abschluss per SMS-TAN auf dem Handy. Schritt 4: Polizze per E-Mail, Schutz ab Vertragsbeginn. Kein Termin vor Ort nötig.

Nächster Schritt

Drei Wege, jetzt zu starten

Sie haben den Guide durchgelesen und ahnen, dass eine Zahnzusatzversicherung in Ihrer Situation Sinn macht. Dann starten Sie mit dem Weg, der zu Ihnen passt:

01

Beitrag berechnen

Beispielbeiträge für Basis und Optimum auf einen Blick. Zur Beitragsübersicht.

02

Paket-Check

In 60 Sekunden fünf Fragen, danach eine erste Orientierung: Basis oder Optimum. Zum Quiz: keine Anmeldung.

03

Beitrag berechnen

Direkter Weg: Berechnung, Rückruf prompt, spätestens jedoch am nächsten Werktag, Abschluss per SMS-TAN. Zur Berechnung: Schutz ab Vertragsbeginn.

Kostenfreie Beratung

Unsere Beratung ist kostenfrei. Unsere Vergütung erhalten wir direkt von der Allianz. Sie ist bereits in Ihrem Beitrag enthalten. Sie zahlen nicht zusätzlich. Wir verkaufen nur, wenn es Sinn macht. Wenn nicht, sagen wir das ehrlich.

● Zuletzt geprüft am 31. Juli 2026 · Wird quartalsweise aktualisiert ●

Nächster Schritt

Sie wissen jetzt, was es kostet.
Fehlt noch, was es Sie kostet.

Sie sehen beide Pakete nebeneinander und entscheiden danach. Keine Angaben zu Ihren Zähnen, keine Ablehnung, kein Zuschlag.

Lieber kurz reden statt klicken? Ein Anruf genügt. Wir sagen Ihnen, welches Paket zu Ihrer Situation passt. Und wenn keines passt, auch das.

In 2 Minuten wissen Sie Ihren Beitrag. Ohne Gesundheitsfragen.

Kinder bis 18 zahlen einheitlich 14,60 € im Monat, Erwachsene starten bei 20,53 €. Beratung und Vermittlung kosten Sie nichts zusätzlich. Maßgeblich ist der beim Versicherer berechnete Beitrag.