Aktuelle Preise zwischen 2.500 € und 4.000 €. Was die Krankenkasse zahlt (meist nichts), was die Zahnzusatzversicherung übernimmt — und wie Sie den Eigenanteil minimieren.
Ein einzelnes Zahnimplantat kostet in Österreich zwischen 2.500 € und 4.000 €. Der Mittelwert liegt bei rund 3.200 €. Die Krankenkassen ÖGK, SVS und KFA Wien zahlen davon nichts — der Selbstbehalt liegt damit bei 100 %. Nur die BVAEB erstattet 90 % der Rechnung bis maximal 350 €. Mit einer Allianz-Zahnzusatzversicherung Optimum werden bis zu 3.750 € pro Jahr erstattet. Der Eigenanteil (Zuzahlung) sinkt damit von 3.000 € auf etwa 300 €.
Die Spanne ist groß — weil sich Implantat-Behandlungen nicht miteinander vergleichen lassen wie zwei Pakete Mehl. Drei Faktoren bestimmen den Endpreis.
Eine vollständige Implantat-Rechnung in Österreich umfasst in der Regel diese Positionen:
| Position | Preisspanne | Was passiert |
|---|---|---|
| Diagnostik (3D-Röntgen, Planung) | 250–450 € | DVT-Aufnahme, computergestützte Implantat-Planung |
| Implantat-Setzung (Chirurgie) | 1.200–1.800 € | OP, lokale Anästhesie, Einsetzen der Titan-Schraube |
| Implantat-Krone (Aufbau) | 900–1.500 € | Sichtbarer Aufsatz auf dem Implantat, meist Vollkeramik |
| Optional: Knochenaufbau | 600–1.500 € | Bei zu schwachem Kieferknochen, separate OP |
| Gesamtkosten ohne Knochenaufbau | 2.350–3.750 € | |
| Gesamtkosten mit Knochenaufbau | 2.950–5.250 € | |
Die meisten Patientinnen und Patienten landen bei einer Endrechnung zwischen 3.000 € und 3.500 € für ein Implantat in Standard-Ausführung.
Ein Implantat in Wien kostet im Schnitt 300–800 € mehr als in Graz, Linz oder St. Pölten. Hier eine aktuelle Übersicht (Stand Mai 2026):
| Stadt | Implantat (gesamt) | + Knochenaufbau |
|---|---|---|
| Implantat Kosten Wien | 3.000–4.000 € | 3.700–5.300 € |
| Implantat Kosten Salzburg | 2.900–3.800 € | 3.600–5.100 € |
| Implantat Kosten Innsbruck | 2.800–3.700 € | 3.500–5.000 € |
| Implantat Kosten Linz | 2.600–3.400 € | 3.300–4.700 € |
| Implantat Kosten Graz | 2.500–3.300 € | 3.200–4.600 € |
| Implantat Kosten Klagenfurt | 2.500–3.300 € | 3.200–4.600 € |
| Implantat Kosten St. Pölten | 2.400–3.200 € | 3.100–4.500 € |
| Niederösterreich/Burgenland (Land) | 2.300–3.100 € | 3.000–4.400 € |
In Wien zahlen Sie für ein Premium-Implantat (Straumann, Nobel Biocare) oft den oberen Bereich der Spanne. Auf dem Land sind dieselben Implantat-Systeme im unteren Drittel der Spanne erhältlich. Wer flexibel ist, kann durch eine Behandlung außerhalb der Großstadt 500–1.000 € pro Implantat sparen.
Kurze Antwort: bei den meisten Kassen gar nichts. Lange Antwort:
| Krankenkasse | Erstattung Implantat | Bedingungen |
|---|---|---|
| ÖGK | 0 € | reine Privatleistung, kein Zuschuss |
| SVS | 0 € | kein Zuschuss bei Implantaten (250-€-Zuschuss gilt nur für Brücken, Stifte, Kronen) |
| BVAEB | 90 %, max. 350 € | bis 700 € in medizinischen Sonderfällen, Bewilligung erforderlich |
| KFA Wien | 0 € | reine Privatleistung |
Selbst die BVAEB-Erstattung von 350 € deckt nur 10–12 % der Gesamtkosten ab. Wer ein Implantat braucht, zahlt in Österreich in 95 % der Fälle die volle Rechnung selbst.
Implantate werden in Österreich als „komfortable, aber nicht unentbehrliche Versorgung" eingestuft. Die Krankenkasse zahlt nur das, was als „unentbehrlicher Zahnersatz" gilt — und das ist die abnehmbare Prothese, nicht das Implantat. Wer eine festsitzende Lösung will, ist Privatpatient.
Wenn ein Zahn raus muss, gibt es drei Optionen — keine ist „billig":
Heißt: Selbst die billigste Option (Teilprothese) kostet 700 €+ — mit erheblichem Komfortverlust. Die Brücke schädigt zwei gesunde Nachbarzähne. Das Implantat ist die einzige Lösung, die wie ein eigener Zahn funktioniert — und über 15+ Jahre gerechnet oft die wirtschaftlichste Variante.
Geburtsdatum eingeben, Beitrag für Basis und Optimum sofort sehen. Dauert 30 Sekunden.
Genau das ist der Punkt, an dem eine Zahnzusatzversicherung den Unterschied macht — vorausgesetzt, sie ist rechtzeitig abgeschlossen.
Die Allianz-Zahnzusatzversicherung im Optimum-Paket erstattet bei einem Implantat 90 % der Rechnung — bis zum jährlichen Zahnersatz-Limit. Das Limit steigt mit der Versicherungsdauer:
| Versicherungsjahr | Zahnersatz-Limit | Implantat-Rechnung 3.000 € | Eigenanteil |
|---|---|---|---|
| Jahr 1 + 2 | 1.250 €/Jahr | Erstattung 1.250 € | 1.750 € |
| Jahr 3 + 4 | 2.500 €/Jahr | Erstattung 2.500 € | 500 € |
| Ab Jahr 5 | 3.750 €/Jahr | Erstattung 2.700 € (90 %) | 300 € |
Klaus hatte mit 47 Jahren das Optimum-Paket abgeschlossen, Monatsbeitrag 53,20 €. Mit 52 bricht ein Backenzahn ab. Das Implantat kostet 3.000 €. Klaus ist im Versicherungsjahr 5 — volles Limit aktiv. Die Allianz erstattet 2.700 € (90 % von 3.000 €). Klaus zahlt 300 € aus eigener Tasche.
In Summe über die 5 Versicherungsjahre hat Klaus 3.192 € Beitrag gezahlt — und bekommt für ein einziges Implantat 2.700 € zurück. Plus die Vorsorge-Erstattung in den vorherigen Jahren (Mundhygiene 100 % bis 300 €/Jahr). Unterm Strich: Die Versicherung hat sich gerechnet.
Modellrechnung. Tatsächliche Erstattung abhängig von Vertragsdauer, Limit-Staffelung und individueller Annahmeprüfung. Maßgeblich sind die AVB der Allianz Elementar Versicherungs-AG.
Die Versicherung lohnt sich umso mehr, je früher sie abgeschlossen wird. Wer mit 50 abschließt und mit 52 das Implantat braucht, bekommt nur 1.250 € erstattet — also das Jahr-1-Limit. Wer fünf Jahre vor dem Behandlungsfall versichert ist, bekommt das volle Zahnersatz-Limit von 3.750 €.
Bei guter Mundhygiene und regelmäßiger Kontrolle hält ein Implantat 15 bis 20 Jahre — oft auch länger. Die Implantat-Krone (der sichtbare obere Teil) muss in der Regel früher erneuert werden, meist nach 10–15 Jahren.
Die Erneuerung der Implantat-Krone kostet 900–1.500 €. Das Implantat selbst bleibt erhalten — nur der Aufsatz wird ausgetauscht. Mit einer durchgehend laufenden Zahnzusatzversicherung wird auch diese Behandlung wieder erstattet.
Implantat-Kosten können in Österreich als außergewöhnliche Belastung in der Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht werden — sofern sie eine bestimmte Selbstbehalt-Grenze überschreiten (abhängig vom Einkommen). Für die genaue Berechnung ist ein Steuerberater oder die FinanzOnline-Hilfe die richtige Anlaufstelle.
Idealerweise innerhalb von 6–12 Monaten. Wenn nach Zahnentfernung zu lange gewartet wird, baut sich der Kieferknochen ab — dann wird vor dem Implantat ein Knochenaufbau nötig (600–1.500 € zusätzlich). Bei Sofortimplantation am Tag der Zahnentfernung lässt sich dieser Schritt oft vermeiden.
Bei einem zahnlosen Kiefer kann eine festsitzende Brücke auf 4 oder 6 Implantaten verankert werden (All-on-4 / All-on-6). Kosten in Österreich: 8.000–18.000 € pro Kiefer. Auch hier zahlt die Krankenkasse nichts. Eine Zahnzusatzversicherung deckt das nur teilweise ab (Limit 3.750 €/Jahr) — eine Behandlung kann sich auf mehrere Jahre erstrecken, um das Limit jährlich neu auszuschöpfen.
Viele Praxen bieten Ratenzahlung an — meist über externe Finanzierungspartner. Die Zinssätze liegen oft bei 5–10 % effektiv. Sinnvoller ist in den meisten Fällen, die Behandlung über die jährlichen Versicherungs-Limits zu staffeln (z.B. ein Implantat dieses Jahr, das nächste in 12 Monaten).
Quellen: ÖGK Zahnersatz · BVAEB Kostenersatz · SVS Zahnersatz. Stand: Mai 2026. Maßgeblich sind immer die Allianz-Versicherungsbedingungen und Ihr individueller Vertrag.
● Zuletzt geprüft am 12. Mai 2026 ●